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Ein neues Labor für eiskalte Nascherei – Apensen

5. Dezember 2018


Eisbär Eis in Apensen vergrößert sich / Großes Labor soll im Frühjahr fertig 

ab. Apensen. Das Speiseeisunternehmen Eisbär Eis baut an, allerdings zwischen zwei Gebäuden. „Lückenbebauung“, sagt Isabel Schuldt. Es entsteht ein Gebäude für ein neues großes Labor, das eigentlich schon im Herbst hätte fertig sein sollen, so die Geschäftsführerin. „Jetzt wird es wohl Ostern werden.“

Das alte Labor, das für die Labormitarbeiter zu dunkel und zu klein ist, wird in das neue integriert. „Der Bereich Mikrobiologie ist extrem gewachsen“, erklärt Laborleiterin Christina Ehlen. Das neue Labor wird geräumiger und Platz bieten für alle Anforderungen eines modernen Industrielabors. Ein direkter Zugang zum Produktionsbereich ist über das alte Labor vorhanden.

Das Labor ist von elementarer Bedeutung: Gerade Speiseeishersteller müssen hohe Hygienevorschriften einhalten, um der Belastung durch gesundheitsschädliche Keime vorzubeugen. Speiseeis durchläuft aufgrund seiner Zutaten wie Milch und Sahne bei Eisbär Eis viele chemisch-physikalische und auch mikrobiologische Tests. Isabel Schuldt erklärt: „Die Arbeit im Labor hat sich stark verändert. Moderne Geräte schaffen jetzt Tests in fünf Minuten, die früher 30 Minuten gedauert haben.“ 

Um den Produktionsprozess besser zu begleiten, hat man aus Platzgründen vor drei Jahren auf einen Drei-Schicht-Betrieb umgestellt. Das ausreichend große neue Labor kann sogar noch einmal räumlich unterteilt werden, um die verschiedenen Arbeitsschritte zu erleichtern. Geplant sei außerdem auch eine extra Kühlzelle zur Lagerung der Proben. „Das ist alles sehr fortschrittlich, das hat nicht jedes Labor“, freut sich Christina Ehlen. 

Das neue Gebäude hat ein Obergeschoss, über dem Labor im Erdgeschoss wird Christina Ehlen ein Büro beziehen. „Ein echtes Highlight“, sagt sie. Tageslicht und bodentiefe Fenster seien toll. Und der Platz reiche aus, um neben dem Büro einen Sensorikraum einzurichten – für eine finale Untersuchung. Die Laborleiterin erklärt: „Dort werden die Eisproben vom Vortag angeschaut und Aussehen, Geschmack und Verpackung geprüft.“ Das sei der letzte Test, bevor das Produkt den Hersteller verlässt.

„Eine zukunftssichere Erweiterung um 300 Prozent“, nennt es Isabel Schuldt. „Für die nächsten Jahre haben wir jetzt erst einmal Ruhe.“

Bis zum 20. Dezember laufen die Maschinen, dann ist Produktionsende – vorerst. „Die neue Saison beginnt am 2. Januar“, sagt Isabel Schuldt. Dann wird wieder kräftig produziert, um genug Eis vorrätig zu haben. Denn vielleicht wird es 2019 wieder so einen Sommer geben wie in diesem Jahr, in dem die Bestände sehr knapp gewesen seien. Auf solch einen Sommer und die damit verbundene Nachfrage, sagt Isabel Schuldt, war niemand eingestellt.

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