280 Gäste beim Neujahrsempfang: “Wir gestalten in Buchholz die Zukunft”

ce. Buchholz. “Wir planen und gestalten hier in Buchholz die Zukunft. Ein spannendes, herausforderndes Projekt nicht nur für die Planer, sondern für die ganze Stadt.” Das betonte Buchholz Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (CDU) am Sonntag beim Neujahrsempfang der Stadt Buchholz. Er lieferte damit auch ein Leitmotiv für die Rück- und Ausblicke, die die von rund 280 geladenen Gästen besuchte Veranstaltung in der Empore prägten.”Die Aufhebung der Ausschreibung, und damit die Entscheidung gegen den Mühlentunnel-Neubau, war eine ausgesprochen schwierige Entscheidung”, kam Röhse auf das erste Schwerpunktthema seiner Rückschau zu sprechen. Wann die Planungen für den “zweifelsohne weiterhin notwendigen Bau” wieder aufgenommen würden, stehe derzeit in den Sternen.Als “positiv” bewertete der Bürgermeister den Startschuss für die Errichtung des TIP Innovationsparks Nordheide. In Kooperation mit der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg (WLH) entstehe hier “einer der innovativsten Wirtschaftsstandorte” in der Region.Als “weiteren Meilenstein in der Buchholzer Stadtentwicklung unterstrich Röhse als Projekt “2025plus”, bei dem mit einer breiten Stadtrats-Mehrheit die Entwicklung eines neuen Wohngebietes mit dem Bau einer Entlastungsstraße verbunden werde. Sobald im Frühjahr das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zum Bau der östlichen Umfahrung von Buchholz vorliege, würde dieses Resultat mit der Rahmenplanung für die Wohnbebauung verknüpft, um für das Gesamtvorhaben konkrete Ratsbeschlüsse zu erlangen.”Mich hat es unheimlich stolz gemacht, wie wir hier alle Hand in Hand mit der Situation umgegangen sind und sie gemeistert haben”, blickte Röhse auf die bislang wohl größte Evakuierungsaktion der Stadt zurück, als im Mai eine Weltkriegsbombe bei Baggerarbeiten in der Lohbergenstraße zutage befördert worden war. Er sei “beinahe überwältigt” gewesen von dem hochprofessionellen Einsatz zahlreicher Feuerwehr- und Rettungskräfte sowie weiterer ehrenamtlich Aktiver. “Das Ehrenamt ist unverzichtbar!”, hob Röhse hervor.In einem “Buchholzer Klimaforum” solle zeitnah gemeinsam mit Bürgern, Umweltverbänden, Vereinen, Wirtschaft, Politik, Jugendrat und Experten darüber beraten und entschieden werden, welchen nachhaltigen Beitrag die Nordheidestadt zum Klimaschutz in den verschiedensten Bereichen leisten könne.”Tief beeindruckt” habe ihn – so Röhse – die Begegnung mit Bundesverdienstkreuz-Träger Ivar Buterfas-Frankenthal aus Bendestorf, als dieser vor Buchholzer Schülern einen Vortrag über sein Überleben im Holocaust und die Zeit danach gehalten und seinen Film darüber vorgestellt habe. In einer Zeit, in der rechtsradikale Parolen in Politik und Alltag “schamlos geäußert” werden, sei es “unsere gesellschaftliche Pflicht, dass wir uns schützend vor unsere Mitbürger stellen und uns gegen jede Form von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Migranten, Juden, Homosexuellen, Roma und anderen stellen”, bezog Röhse deutlich Stellung. Er habe daher das Ehepaar Buterfas-Frankenthal eingeladen, mit der Stadt Buchholz die Feierlichkeiten anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Holocaust-Opfer am 27. Januar in der Empore zu begehen.Vize-Landrätin Anette Randt lobte das Innovationspark-Projekt als “modernstes Wirtschaftsgebiet im Kreis”, in dem mindestens 900 Arbeitsplätze entstehen sollten und neueste Technik genutzt werde. “Hochaktuell” im ganzen Landkreis und damit auch in Buchholz sei das Thema Kinderbetreuung. Immer mehr Plätze würden benötigt, was für die Städte und Gemeinden einen “enormen finanziellen Aufwand” bedeute. Randt appellierte deshalb an Bund und Land, mit der finanziellen Unterstützung der Kommunen diesen zu ermöglichen, “erfolgreich die Zukunft zu gestalten”. Mit Blick auf die derzeit noch laufende Voruntersuchung für eine Ostumgehung um Buchholz erklärte die Vize-Landrätin schließlich, eine solche Umgehung sei “in meinen Augen eine sinnvolle, aber vor allem dringend notwendige Maßnahme”.Musikalisch gestaltet wurde der Neujahrsempfang von dem Trio “tea4three”. Melanie Röder (Gesang), Johanna Schoof (Cello) und Ole Schneider (Gitarre) begeisterten das Publikum unter anderem mit Unplugged-Coverversionen der Pop-Hits “Dear Mr. President”, “Shallow”, “Piano Man” und “Crazy”. Am Schluss wurden sie mit “Standing Ovations” gefeiert. “Einfach toll, das gab es bei einem Neujahrsempfang noch nie”, war Jan-Hendrik Röhse gleichermaßen überwältigt von den stark vorgetragenen Songs wie von den Beifallsstürmen.

Mehr Aktuelle Nachrichten aus Buxtehude und der Region

Menü