Polizei mahnt: Vorsicht im Büsenbachtal Stinkende Flüssigkeit – ist ein Tierhasser am Werk?

thl. Handeloh. Am Donnerstag wurde die Polizei in den Bereich des Büsenbachtals, südlich der Straße Am Pferdekopf, gerufen. Dort hatte ein Zeuge einige Meter abseits der beliebten Wanderwege im Boden eingelassene Trinkbecher entdeckt, in denen einige Zentimeter einer unangenehm riechenden Flüssigkeit standen. Der Zeuge gab an, in dem Bereich bereits mehrere solcher Becher gefunden und entsorgt zu haben. Die Beamten stellten sowohl den Becher als auch die Flüssigkeit für weitere Untersuchungen sicher.
Die Substanz soll nun in einem Labor untersucht werden. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, sei noch unklar, so Polizeisprecher Jan Krüger auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Unklar sei auch, ob es sich bei der Flüssigkeit um eine giftige Substanz handele. „Da in dem Landschaftsschutzgebiet jedoch keine landwirtschaftliche oder jagdliche Tätigkeit stattfindet, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Unbekannte dort etwas ausgebracht haben, um Wildtiere oder auch Hunde, die bei Spaziergängen links und rechts der Wege unterwegs sind, zu schädigen“, so Krüger.
Die Polizei sucht Zeugen, denen möglicherweise ebenfalls solche Becher im Büsenbachtal aufgefallen sind, oder die beobachtet haben, wie die Becher ausgebracht wurden.
Aufgrund der Brut- und Setzzeit besteht im Moment ohnehin Leinenpflicht. „Hundebesitzer sollten dennoch besonders wachsam sein und genau beobachten, was die Tiere vom Boden aufnehmen“, so Krüger weiter. „Auch Spaziergänger, die mit kleinen Kindern in dem Bereich unterwegs sind, sollten darauf achten, dass die Kinder die Wege nicht verlassen.“
Erst am Osterwochenende war eine Hundebesitzerin südlich von Sprötze auf dem Brunsbergweg unterwegs. Der Hund hatte während des Spaziergangs etwas gefressen und erkrankte kurz danach so schwer, dass er einige Tage später in einer Tierklinik starb. Auch in diesem Fall wurde ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Ob es einen Zusammenhang gibt, wird derzeit geprüft.

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