Vorsicht Betrug! Enkeltrick in abgewandelter Form

(thl). Den erneuten Lockdown nutzen Kriminelle um – besonders ältere – Menschen zu betrügen. So gibt es Abwandlungen des sogenannten Enkeltricks, bei dem angebliche Angehörige, falsche Polizisten oder Mediziner auffordern, Bargeld und Wertgegenstände an fremde Personen zu übergeben. „Weder Mitarbeiter Ihrer Bank noch der Polizei werden Sie am Telefon auffordern, Auskünfte über Ihr Vermögen oder den Inhalt Ihres Schließfaches zu geben. Legen Sie bei solchen Anrufen einfach auf“, rät Torsten Borchers von der Hamburger Sparkasse (Haspa).
Da wiederholt Bankfilialen und Geldautomaten ausgespäht wurden, um gezielt älteren Menschen zu überfallen, sollte nur so viel Geld abgehoben werden, wie wirklich aktuell gebraucht wird. „Nutzen Sie die Möglichkeiten der bargeldlosen Zahlung in Geschäften und lagern Sie keine hohen Geldbeträge zu Hause“, lautet eine weitere Empfehlung. Gerade Senioren sollten sich schützen und lieber zu Hause bleiben: Zinsen auf dem Sparbuch nachtragen, Kleingeld einzahlen und ähnliche „zeitlose Dinge“ können auch erledigt werden, wenn sich die Situation wieder entspannt hat. Wer eine Bescheinigung für die Steuererklärung benötigt, kann diese telefonisch anfordern und bekommt sie zugeschickt.
Doch auch jüngere Menschen können betrogen werden, denn die Zahl von Fake-Shops im Internet ist massiv gestiegen. Vor allem bei extrem günstigen Schnäppchen, bei denen eine Vorkasse erforderlich ist, sollten alle Alarmglocken klingeln. Zwar sei es der Haspa mit Hilfe der Polizei sowie in Zusammenarbeit mit anderen Sparkassen und Banken gelungen, in zahlreichen Fällen das Geld von betroffenen Kunden zu retten, aber darauf sollte man sich nicht verlassen, so Borchers weiter. Ein gesundes Misstrauen bei allzu verlockenden Schnäppchen schade nicht.

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