Bewohner am Waldfriedhof leben in ständiger Sorge vor dem nächsten Sturm Gefahr durch umstürzende Bäume

sla. Buxtehude. Jedes Mal wenn ein Sturm aufzieht, stehen Katharina und Viktor Beitsch große Ängste aus. Erst kürzlich wütete Sturmtief Eugen und brachte eine dicke Eiche zum Umsturz, die nur 50 Zentimeter neben ihrem Grundstück zu Boden ging und nur knapp den Gartenzaun verfehlte. Wäre sie in eine andere Richtung gefallen, dann hätte sie womöglich das Wohnhaus des Ehepaares beschädigt, das seit zwanzig Jahren im Heitmannsweg unmittelbar am Gelände des Waldfriedhofs wohnt. Direkt an ihrem Grundstück verläuft ein kleiner Weg, der in den Wald führt und von vielen Spaziergängern, Joggern und zum Gassigehen beliebt ist. Durch den umgefallenen Baum wurde dieser Fußweg versperrt. „Seit fünf Jahren fragen wir ständig nach, wann die überhängenden Bäume beschnitten werden“, sagt Katharina Beitsch. Trotz mehrfacher Beschwerden bei dem für den Waldfriedhof zuständigen Amt der Stadt Buxtehude gab es bis auf eine Begutachtung der Situation vor Ort keine grundlegende Unterstützung. Das Ehepaar Beitsch wandte sich jetzt an das WOCHENBLATT. Auf Nachfrage nach der Zuständigkeit bei der Stadt Buxtehude wurde an die Niedersächsischen Landesforsten verwiesen, die für das Waldgebiet zuständig seien. Der umgefallene Baum wurde inzwischen von Mitarbeitern des Forstamtes seitlich aus dem Weg geschafft. Der Baum bleibe vorerst dort liegen. Försterin Leandra Sommer hat aktuell das Gebiet gründlich in Augenschein genommen und festgestellt, dass von den überhängenden Bäumen keine Gefahr ausgehe. Grundsätzlich haben die Landesforsten keine Verkehrssicherungspflicht. Bäume, von denen eine offensichtliche Gefahr ausgeht, werden selbstverständlich entfernt, erklärt Knut Sierk, Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten Region Nord-Ost Niedersachsen.

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