Bürger sollen mitreden Buxtehuder Malerschule: Was passiert mit dem Kleinod?

tk. Buxtehude. Die Malerschule ist seit 2016 Geschichte. Weil das denkmalgeschützte Gebäude am Hafen der Stadt gehört, wird seitdem intensiv geplant und diskutiert: Wie geht es dort weiter, was soll entstehen? In gut einem Jahr soll es Konkretes geben, sagt Torsten Lange, der die Fachgruppe Tourismus und Kultur der Stadtverwaltung leitet. Ein externes Büro sei mit der Entwicklung von Ideen beauftragt worden.
Im Januar, so denn Sitzungen stattfinden, sollen sich die Experten im Fachausschuss vorstellen und ihr Vorgehen erklären. Laut Lange handele es sich um Experten, die besonderen Wert auf Bürgerbeteiligung legen.  Was am Ende herauskommt – eine spannende Frage. In der Diskussion war die Vielfalt groß. Sie reichte von „Alles so lassen, wie es ist“, bis hin zum Umzug der Stadtbibliothek in die Malerschule oder aber auch eine Nutzung touristischer Art. Auf jeden Fall soll eine runderneuerte Malerschule irgendwie ein kommunikatives, soziales und kulturelles Zentrum der Stadt sein. 

Fakt ist schon jetzt: Egal was geplant wird – das wird teuer. Eine aufwändige Sanierung, eine barrierefreie Umgestaltung und eine bauliche Anpassung an eine neue Nutzung müssten bezahlt werden. Eine Investition, die ohne Frage im Millionenbereich liegen wird.

Ob die Politik dazu ja sagen wird, ist ebenso spannend wie die Frage, was dort entwickelt werden könnte. Nicht zu vergessen: Neben den Ausgaben für Schulen und Sport in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro liegen noch einige andere Projekte in der Schublade. Etwa die Umgestaltung des Bahnhofs samt seinem Umfeld,  eine „neue Bahnhofstraße“, ein umgebauter Petri-Platz und einiges mehr – darunter auch der Neubau einer großen Kita im Wohngebiet Giselbertstraße.

(Als die ersten Überlegungen zu einer neuen Nutzung der Malerschule diskutiert wurden, hatte sich sofort das Kulturforum ins Spiel gebracht. Eine Übernahme der gesamten Immobilie sei absolut wünschenswert, so die Marschrichtung. Die etablierte Buxtehuder Institution hat ihre Heimat und Spielstätte im Nebenflügel der Malerschule.

Aktuell dürfte das Kulturforum aber andere Sorgen als einen Expansionskurs haben. Durch den zweiten Lockdown fallen alle Einnahmen weg. Hintergrund:  Um den Kulturbetrieb zu finanzieren, sind die Einnahmen aus der Vermietung für Veranstaltungen wichtig. Zudem muss ein neuer Vorsitzender gefunden werden.
Lars Oldach führt das Kulturforum vorübergehend und sagt: „Ich bin optimistisch.“ Von der Stadt komme Unterstützung und mutmaßlich werde das Kulturforum auch von den Bundesmitteln profitieren können, die wegen des zweiten Lockdowns bereitgestellt werden. Auf der personellen Ebene gebe es gute Gespräche mit Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. „Wir arbeiten daran, wie ein Team aufgestellt sein muss, damit es gute Arbeit machen kann“, sagt Lars Oldach. Wenn es Corona zulasse, solle Ende März eine Mitgliederversammlung die Weichen für die Zukunft stellen. Kulturforum: Mitglieder sollen im März entscheiden

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