Buxtehude engagiert sich fürs Homeschooling 420 Tablets für Schüler gekauft

tk. Buxtehude. „Luft nach oben ist immer noch“, sagt Claudia Blaß. Sie ist in der Buxtehuder Stadtverwaltung für die elf  Schulen in der Hansestadt verantwortlich. „Wir sind gut vorbereitet in den zweiten Lockdown gegangen“, sagt sie. Die Zeit seit den Sommerferien 2020 haben Schulen und Verwaltung dafür genutzt, die Digitalisierung weiter voranzubringen und damit für die erwartbare zweite Phase des Homeschoolings besser vorbereitet als im Frühjahr zu sein.

Schnelles Internet
für Schulen

Unter anderem wurden aus den Fördermitteln des Bundes 420 iPads gekauft. Und zwar so rechtzeitig, dass Buxtehude keine Probleme mit Lieferengpässen bekommen hat. Wobei es mit dem bloßen Kauf der Geräte nicht getan ist. „Alle Tablets wurden von uns eingerichtet und die Anbindung an die Server wurde hergestellt.“ Die startbereiten Mini-Rechner wurden dann den Schulen zur Verfügung gestellt, die jetzt beim erneuten Homeschooling die Geräte an die Schülerinnen und Schüler ausgeben, die zu Hause nicht über die erforderlichen Endgeräte verfügen. „Das können die Schulen besser als wir“, sagt Blaß. Wobei, das sei gemeinsame Linie, Unterstützung auch da erfolgen solle, wo es beispielsweise durch Kurzarbeit finanziell eng werde. „Es funktioniert nicht, wenn es zwar einen Laptop aber drei Kinder in einer Familie gibt“, sagt Claudia Blaß.

Schule zuhause: Top oder Flop?

Eine weitere Maßnahme der Stadt: Für alle Schulen wurden neue Verträge mit den Providern geschlossen, damit die Leitungskapzitäten maximal genutzt werden können. Wobei, das räumt die Fachgruppenleiterin ein, es dabei noch zu Problemen komme. Der Norden der Stadt sei besser mit schnellem Internet als der Süden versorgt. Der Breitbandausbau sei jedoch kein Projekt der Stadt. Blaß hofft, dass es im Landkreis Stade künftig schneller mit schnellem Internet vorangeht. „Richtig zufrieden sind wir nämlich noch nicht.“

Aktuell sind in dieser Woche alle dritten und vierten Klassen der insgesamt sechs städtischen Grundschulen mit digitalen Tafeln ausgestattet worden. Das soll nicht nur das digitale Lernen verbessern, sondern kann auch beim Homeschooling helfen. Wenn es zum Beispiel kein vernünftiges WLAN in Klassenräumen gibt. So können Lehrerinnen und Lehrer Material vom Server auf ihr Endgerät laden und via Bluetooth auf die digitalen Tafeln schicken. Was Claudia Blaß als sehr positiv erfahren hat: „Es gibt in jeder Schule Lehrkräfte, die sich für die Digitalisierung engagiert ins Zeug legen.“

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