Christiane Holst-Hakelberg freut sich auf den Ruhestand IGS-Schulleiterin verabschiedet

sla. Buxtehude. Fröhliche Abschiedsstimmung mit ein bisschen Wehmut an der Integrierten Gesamtschule in Buxtehude (IGS): 65 Schülerinnen und Schüler haben ihr Abitur erhalten – der allererste Abiturjahrgang der IGS. „Darunter mit 1,4 sogar die beste Abiturnote in der Region“, freut sich Christiane Holst-Hakelberg an ihrem vorletzten Arbeitstag, denn auch sie verlässt die Schule. Nach fünf Jahren als Schulleiterin geht die 60-Jährige in den Ruhestand. Ihre offizielle Verabschiedung war bereits an ihrem Wunschtermin, dem 7. Juli, im kleinen Kreis mit schulinternen Personen, Familie und Dezernentin Ellin Nickelsen, die ihr die Abschlussurkunde überreichte. „42 Jahre war ich auf dem Feld der Pädagogik unterwegs, 25 Jahre davon in Buxtehude. Künftig möchte ich mich mehr meiner Familie und meinem Privatleben widmen“, sagt Holst-Hakelberg. Sie selbst hat einst an der Buxtehuder Halepaghenschule ihr Abitur gemacht – und sei Buxtehuderin durch und durch, erzählt sie dem WOCHENBLATT. Nach ihrer Studienzeit in Göttingen mit anschließendem Referendariat an einer Schule in Ostfriesland sei es Anfang der 1980er Jahre schwer gewesen, eine Planstelle als Lehrerin zu erhalten – trotz ihres guten Examens. In mehreren Jobs, unter anderem an einer Berufsschule in Bremen, habe sie tolle Erfahrungen gemacht. 1989 kam sie zurück in den Landkreis Stade als Lehrerin an der Hauptschule in Harsefeld, zog mit Ehemann und ihren zwei Kindern nach Buxtehude. Es folgten mehrere berufliche Stationen an Buxtehuder Haupt- und Realschulen, sowohl in der Orientierungsstufe sowie in einer Integrationsklasse zu einem Zeitpunkt, als Inklusion noch ein Fremdwort war. Von 2006 bis 2015 war sie schließlich Schulleiterin der Grundschule Stieglitzweg. „Es waren immer wieder interessante Herausforderungen und jeder Wechsel eine Bereicherung“, so Holst-Hakelberg. Als sie vor fünf Jahren zufällig in einem Schulverwaltungsblatt las, dass an der IGS eine Leitungsstelle besetzt werden soll, fühlte sie sich sofort angesprochen. „Eine große Chance für mich, um meine bisherigen Erfahrungen einzubringen.“ Der erste Abiturjahrgang überhaupt an dieser Schule sei eine gute Zäsur. Darunter seien Schüler, die vorher lediglich eine Hauptschulempfehlung hatten und nun zum Abitur geführt wurden, schwärmt die scheidende Schulleiterin. Das Mitnehmen aller Schüler liege dem IGS-Kollegium immer sehr am Herzen. Belohnt wird das mit herausragenden Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler, unter anderem in dem Abiturfach Kunst, und als besonderes Alleinstellungsmerkmal der IGS sei auch „Darstellendes Spiel“ ein Prüfungsfach. Für den musisch-kulturellen Bereich hat Holst-Hakelberg, die selbst in zwei Chören singt, ein ganz besonderes Faible. Ihr ganz besonderer Dank gilt auch der Oberstufen-Koordinatorin Sabrina Gellermann, die die gesamte Planung für das erste Abitur an der IGS hervorragend managte, sowie dem stellvertretenden Schulleiter Hanke Blendermann, der sich unter anderem auch um die Vorkehrungen zu den Corona-Bestimmungen gekümmert habe. Blendermann, der einigen auch als Musiker „Dr. Hanke“ von der Band „Reis against the Spülmachine“ bekannt ist, wurde insgeheim als Nachfolger der Schulleiterin gehandelt, hat sich aber um diese Position nicht beworben. „Es gibt mehrere Bewerber, die Entscheidung wird hoffentlich noch vor Beginn des Schuljahres verkündet werden“, so Holst-Hakelberg.

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