Christliche Kunst im Dialog mit der Kirche und den Besuchern Erwin Hilbert stellt in der Buxtehuder Petri-Kirche aus

tk. Buxtehude. Vom mittelalterlichen Gefängnis Zwinger in die Petri-Kirche: Einige Bilder und Skulpturen des Tostedter Künstlers Erwin Hilbert sind nach seiner Ausstellung im Buxtehuder Marschtorzwinger in die Petri-Kirche umgezogen. Hilbert, der Christ aus tiefster Überzeugung ist, sagt: „Das ist meine Geburtsstunde. Ich kann mir gut vorstellen, noch öfter in Kirchen auszustellen.“

„Das passt sehr gut in die Kirche“, sagt Pastor Thomas Haase über die Werke, die im Gotteshaus zu sehen sind. „Das kommt hier ganz anders zur Geltung“, ergänzt Erwin Hilbert. Kunst in der Kirche gab es schon öfter. Für Thomas Haase ist das jetzt besonders wichtig, denn nach wie vor finden Gottesdienste mit Beschränkungen statt. „Diese Ausstellung bis Ende August bietet einen guten Anlass für einen Dialog.“ Ein Rahmenprogramm, das sich mit der Kunst und Glauben auseinandersetzt, gibt es Corona-bedingt derzeit nicht. Wohl aber werden manche Werke Thema in den Gottesdiensten sein.

Was für Pastor Haase spannend war: Er hat die Werke bereits mit einer Konfirmandengruppe besichtigt. Die Jugendlichen sollten ihre Lieblingswerke auswählen. Neben einem Porträt der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg ist das ein Jesusporträt, das anstelle der Augen kleine Spiegelstücke hat. Ein weiteres Lieblingsstück der Konfis: „die Sorgensäge“. Die Skulptur erzählt auf sehr prägnante Weise, dass sich Menschen manchmal vor lauter Sorgen und Problemen den Kopf sprichwörtlich zersägen.

Die Ausstellung kann in der Petri-Kirche besichtigt werden, denn das Ziel der Gemeinde ist es, das Gotteshaus wieder täglich zu öffnen. Für die Aktion „Offene Kirche“ werden noch Freiwillige gesucht. Es sei nicht viel Zeit, die wöchentlich dafür investiert werden müsse, macht Pastor Thomas Haase potentiellen Ehrenamtlichen Mut. Bei Interesse im Kirchenbüro melden: 04161 – 55 93 70.

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