Der „Dackel“ wird in Sicherheit gebracht Buxtehude: Abriss der Sparkasse beginnt

tk. Buxtehude. Manchmal sind es auch bei einem sehr großen Bauprojekt die kleinen Dinge, die für Fragen sorgen. Wo bleibt der „Buxtehuder Dackel“, wenn das alte Sparkassengebäude an der Bahnhofstraße abgerissen wird und ein neuer, dreiteiliger Büro- und Wohnkomplex entsteht? Antwort: Die beliebte Skulptur wird fachgerecht demontiert, eingelagert und findet nach Fertigstellung des Neubaus Platz in einem Innenhof. Die Entkernungsarbeiten in dem alten Sparkassenbau haben inzwischen begonnen (das WOCHENBLATT berichtete). Der Abriss steht Mitte März an. „Endlich kann es losgehen“, freut sich Andreas Sommer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude, über den Startschuss, der mit der Baugenehmigung gefallen ist.

Die Eckpunkte: Das neue innerstädtische Quartier, bestehend aus drei Baukörpern, bekommt Büro- und Gewerbeflächen, 43 Wohnungen unterschiedlicher Größe und natürlich eine neue Sparkassen-Filiale. Eine Tiefgarage mit 55 Stellplätzen sowie weitere 45 Parkplätze im Außenbereich sind geplant. 

Sichtbares Zeichen: Der Abriss der
Sparkasse beginnt mit der Entkernung Foto: tkhochgeladen von Tom Kreib

Der Zeitplan: Die zweijährige Bauzeit ist in vier Bauphasen unterteilt. Zuerst die Entkernung und dann der Abriss. Das soll bis Mitte Mai erfolgen. Bereits jetzt werden für eine Baustraße einige Bäume gefällt. Von Juni bis September werden die Gründungsarbeiten vorbereitet und eine Spundwand wird gesetzt. Anschließend erfolgt der Rohbau für alle drei Gebäude. Die Übergabe des neuen Viertels an die Sparkasse ist für Ende 2022 geplant. Ihr neues Beratungscenter will die Sparkasse Harburg-Buxtehude im Frühjahr 2023 beziehen.

Nachhaltigkeit des Projekts
: Die Sparkasse wird den Mietern und Nutzern ein E-Fahrzeug sowie E-Bikes zur Verfügung stellen. Entsprechende Ladestationen gibt es natürlich auch. Es wird ein begrüntes Atrium-Dach sowie ein Blockheizkraftwerk geben. 

Verkehrsführung: Die Verkehrsführung zum benachbarten Ärztehaus wird sich während der Bauphase einige Male verändern. Nach Fertigstellung erfolgt die Zufahrt grundsätzlich von der Bahnhofstraße aus und zurück geht es über die Pohlstraße. Eine Schranke regelt den Parkplatzverkehr, so dass die Sorgen der Anlieger – besonders aus der Pohlstraße – vor mehr Verkehr Berücksichtigung finden.

Der „Buxtehuder Dackel“ wird evakuiertFoto: tkhochgeladen von Tom Kreib

Besonderheiten während der Bauphase: Der Bauschutt aus dem Abriss wird zunächst im Kellergeschoss verfüllt. So wird ein Auftrieb der Bausohle durch Grundwasser vermieden. Sobald die Spundwände für die Baugrube gesetzt sind, wird der Schutt durch eine 1,50 Meter breite Sandschicht ersetzt. Unter der wird dann eine sogernannte Hochdruck-Injektionssohle errichtet. Der Unterbau wird rund drei Meter dick sein.

Randnotizen: Auch wenn das große Sparkassengebäude schon seit Monaten leer steht, wurde es noch genutzt: Die BSV-Handballerinnen trafen sich dort für ein Fotoshooting, die Feuerwehr Buxtehude übte und eine Rettungshundestaffel suchte nach Vermissten.

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