Eltern wütend über intransparentes Verhalten Corona-Fall an der Halepaghen-Schule in Buxtehude

sla. Buxtehude. An der Buxtehuder Halepaghenschule (HPS) kam es vergangene Woche zu einem erneuten Corona-Fall. Ein Schüler aus dem Abiturjahrgang wurde nach typischen Symptomen am Freitag positiv auf Corona getestet. Mutter und Sohn informierten umgehend die Schulleitung. Rund zwanzig Mitschüler wurden am Samstag über die Corona-Warn-App über ihre Risiko-Begegnung mit dem infizierten Schüler informiert und einige wandten sich ebenfalls an Schulleiterin Bettina Fees-McCue sowie an den Vertrauenslehrer. Schriftlich fragten sie die Schulleiterin, wie es jetzt weitergeht, verwiesen auch auf die Inzidenzahl von über einhundert, wonach ein Wechselunterricht notwendig wird. Die Schulleiterin wusste von keinem Corona-Fall und bezüglich der Inzidenzzahl müsse man den Montag abwarten, erhielten die Schüler als Antwort. Auf Eigeninitiative und nach Rücksprache mit den Lehrern blieben die betreffenden Schüler am Montag zu Hause. Dennoch gingen rund 20 andere Mitschüler, die nicht informiert wurden, am Montag zur Schule, um eine Klausur zu schreiben.
Bislang habe es weder von der Schulleitung noch vom Gesundheitsamt eine Rückmeldung gegeben, beklagt die Mutter, deren Sohn sich mit Corona infiziert hat: „Beim letzten Corona-Fall vor vier Wochen an der Schule wurden gleich alle betreffenden Schüler 14 Tage in Quarantäne geschickt. Warum diesmal dieses intransparente Verhalten?“ Auf WOCHENBLATT-Nachfrage bei Schulleiterin Bettina Fees-McCue äußerte sich diese zu den Vorwürfen: Sie wurde am Sonntag über den Corona-Fall informiert, habe umgehend den Oberstufen-Koordinator angeschrieben und gleich am Montag das zuständige Gesundheitsamt Stade informiert. Damit sei sie ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen und für das weitere Vorgehen sei das Gesundheitsamt zuständig.
Die betroffenen Eltern hätten es jedoch begrüßt, wenn sie umgehend und direkt von der Schulleitung informiert worden wären und nicht alles auf das Gesundheitsamt abgeschoben werde, das momentan sowieso überlastet sei. „Das intrasparente Verhalten der Schule finde ich katastrophal“, sagt die Mutter.
Das Gesundheitsamt Stade ist in der Tat derzeit überlastet, wie sich bei WOCHENBLATT-Nachfrage bestätigte. Aufgrund der enormen Arbeitsbelastung bittet Pressesprecher Christian Schmidt um Geduld für die Antwort zu diesem konkreten Corona-Fall.

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