Gift war frei zugänglich für Kinder und Hunde Polizei ermittelt: Taubenhasser streut Rattengift

tk. Buxtehude. „Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat“, sagt Thorsten Gloe-de, Fachgruppenleiter Sicherheit und Ordnung der Buxtehuder Stadtverwaltung. Am vergangenen Sonntag sind acht an Rattengift verendete Tauben am Buxtehuder Bahnhof gefunden worden. Was diesen Fall neben der Tierquälerei schwerwiegend macht: Das Gift lag offenbar lose an einigen Stellen des Bahnhofs herum. Auch Kinder hätten die Giftköder finden können.

Andrea Scholl vom Verein „Hamburger Stadttauben“ ist am Sonntag über den Vorfall informiert worden und war vor Ort. Sie bestätigt: „Das Gift lag öffentlich herum.“ Das Blut am Schnabel sei ein sicheres Indiz dafür, dass Rattengift die Ursache sei. Acht tote Vögel haben die Tierschützer gezählt. Scholl hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Die hat Proben vom Gift genommen.

Das Polizeiprotokoll lag am Montagmorgen schon auf dem Schreibtisch von Thorsten Gloede. Er bestätigt die Einschätzung Andrea Scholls, dass die Tauben an Rattengift verendet sind. Wer grundlos Wirbeltiere quäle, begehe eine Straftat, so Gloede über den juristischen Hintergrund. „Richtig brenzlig“ findet er, dass das Gift am stark frequentierten Bahnhof herumlag. Ob es durch die Ermittlungen der Polizei möglich sein wird, den Übeltäter zu finden, bleibe jetzt abzuwarten.

Mitglieder des Tierschutzvereins „Hamburger Stadttauben“ wollen auf jeden Fall weiterhin nach dem Rechten gucken.

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