Hannah und Lena Pippert von oclean in Aktion Kippensammeln in Buxtehude

nw/sla. Buxtehude. Das war eine gelungene Aktion in Buxtehude: Anlässlich des Weltnichtrauchertages Ende Mai wurde jetzt im Rahmen von „Sauberhaftes Buxtehude“ auf die Umweltbelastung durch weggeworfene Zigarettenkippen aufmerksam gemacht. Die Schwestern Hannah und Lena Pippert von der Initiative oclean aus Hamburg (https://oclean.hamburg) kamen mit ihren Kippensaugern. Zusammen mit André Cordes, der die Ocleanerinnen seit einiger Zeit unterstützt, wurde weggeworfenen Zigarettenkippen in der Altstadt und der Bahnhofstraße zu Leibe gerückt.
Damit soll auf die Unmengen von Zigarettenkippen aufmerksam gemacht werden, die auch in Buxtehude jährlich auf den Straßen und in den Grünanlagen landen. Etliche Kippen wurden aufgesaugt, die trotz regelmäßiger Straßenreinigung in Buxtehude nicht erfasst werden. Insbesondere an Fahrradständern und vor Supermärkten fanden die Beteiligten extrem viele Zigarettenkippen. Trotz der enorm vielen Kippen in Buxtehude gab es aber auch ein positives Fazit der Aktion: „Buxtehude ist eindeutig sauberer als Hamburg“, sagt Hannah Pippert.
Weitere Infos gibt es auch auf Plakaten in der Bahnhofstraße: Etwa dass eine Zigarettenkippe bis zu 40 Liter Grundwasser verunreinigt. Durch Regenwasser werden giftige Chemikalien aus den Stummeln gewaschen. Je nach Witterung bis zu 7.000 Stoffe (WHO). Darunter Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und Nikotin. Nikotin ist ein Nervengift.
In Klärwerken kann Nikotin nicht vollständig abgebaut werden. Die Filter müssen ständig aus dem Abwasser gesiebt werden. Zudem dauert es zehn bis zu zwölf Jahre, bis eine Zigarettenkippe verrottet. Denn Zigarettenfilter bestehen nicht, wie vielfach angenommen, aus Papier, das schnell verrottet, sondern aus dem Kunststoff Zellulose-Acetat.
• Im August 2019 gründeten die beiden Schwestern ihre Initiative, die mittlerweile zu ihrem Hauptberuf wurde. Inzwischen werden auch Workshops, Weiterbildungen und Events zum Thema Umweltverschmutzung angeboten, so das sich das junge Unternehmen, das durch eine Stiftung und Spenden finanziert wird, jetzt selber trägt.

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