Hupt mich weiter an!

ZWISCHENRUF

Häufig hört man den Vorwurf, dass viele Menschen nur an sich denken und ihnen das Schicksal ihrer Mitmenschen egal ist. Ich habe das in dieser Woche anders erlebt und war angetan von erfrischender Empathie. Dafür habe ich mich gerne anhupen lassen.
Nach einem spektakulären Verkehrsunfall in der Ortsdurchfahrt von Buchholz habe ich Fotos von der Unfallstelle gemacht. Das ist mein Job als Journalist, um die Leser zu informieren. Da ich die Fotos auch mit meinem Smartphone gemacht habe, vermuteten einige Passanten in mir einen Gaffer, der sich am Leid anderer ergötzen und die Aufnahmen im Internet teilen wollte. Das fanden u. a. eine Sanitäterin und ein Lkw-Fahrer nicht gut – und haben mir das verbal und mittels Hupe deutlich zu verstehen gegeben.
Ich empfand diese Empathie und die Aufmerksamkeit der Sanitäterin und des Lkw-Fahrers als hervorragend. Sie sind ein Zeichen dafür, dass es doch noch ein Kümmern um den Nächsten gibt. In diesem Sinne: Hupt mich gerne weiter an! Oliver Sander

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