Kristine Anschütz appelliert an Verbraucher zum klimaneutralen Einkauf regionaler Produkte Beim Obstkauf auf die Herkunft achten

sla. Jork-Moorende. Vielerorts wurden am vergangenen Samstag knackige Äpfel an die Verbraucher in etlichen Städten an Infoständen, auf Wochenmärkten und in Fußgängerzonen verteilt – u.a. auch in Buxtehude, Grünendeich am Lüheanleger, Finkenwerder, Neugraben, Hemmoor, Jork und Stade.
„Die Aktion war ein voller Erfolg“, resümiert Kristine Anschütz, Geschäftsführerin Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachen. Sie möchte, dass die Verbraucher künftig mehr auf die Herkunft des Obstes achten und klimaneutral heimische Früchte favorisieren – „dann können wir in unserer Region auch mehr Obst vermarkten“, so Anschütz. Bei der studierten Ökotrophologin laufen seit 1. Juli 2020 die Fäden bei der Fachgruppe Obstbau zusammen. Erfahrung im Obstbau hat sie bereits reichlich durch den elterlichen Obstbaubetrieb. Zudem sind ihre Schwester sowie ihre Nichte Obstbaumeisterinnen in Mittelnkirchen.
Übrigens: Jeder dritte Apfel, der in Deutschland geerntet wird, stammt von der Niederelbe und 15 Prozent des Inlandbedarfs an Äpfeln werden zwischen Neuenfelde und Balje erzeugt. Mit Blick auf die Agrarstatistik fällt die Sonderrolle des Landkreises Stade auf. Hier haben sich 35 Prozent der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe für die Obsterzeugung entschieden. In den benachbarten Obstanbaugebieten in Cuxhaven und Harburg sind dies nur wenige Prozente im einstelligen Bereich.
In den Gemeinden im Alten Land sowie in den Regionen in Kehdingen mit den angrenzenden Gemeinden des Landkreises Cuxhaven sind es oft mehr als 80 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche, die mit Obstbäumen besetzt sind. Auf den ganzen Landkreis Stade bezogen bringen es die Obstanlagen hier auf zehn Prozent der Landkreisfläche. Das gesamte Anbaugebiet Niederelbe/Altes Land erstreckt sich auf 7.100 niedersächsischen und 1.100 hamburgischen Obstbauhektar. Damit stehen 95 Prozent der niedersächsischen Obstbauflächen an der Niederelbe.
• Die Fachgruppe Obstbau im Stader Landvolkverband wurde als Nachfolgeorganisation der damaligen berufsständischen Vertretung der Obstbauern, des Norddeutschen Obstverbandes, von den Obstbauern aus dem Alten Land, Kehdingen und der Stader Geest 1980 im Hollerner Hof gegründet. Hieraus konstituierte sich die Fachgruppe Obstbau im Landesverband des Niedersächsischen Landvolks. Damit wurde eine landesweite berufsständische Vertretung unter dem Dach des Landesbauernverbandes erreicht. Der erste Vorsitzende war Karl-Horst Meyer zum Felde aus Hechthausen. Ihm folgte Heinz-Theodor Wahlen in Jork. Der Vorstand der Landesfachgruppe Obstbau repräsentiert die niedersächsischen Obstbauregionen Altes Land, Kehdingen, Stader Geest, Hadeln, Winsen und Vechta/Cloppenburg. (www.obstbau.org)

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