Nachhaltig mobil Radfahren im Winter: Die Initiative „Buxtehude im Wandel“ gibt Tipps

Radfahren ist umweltfreundlich und klimaschonend, weil es keine schädlichen Klimagase verursacht, geräuscharm ist und wenig Platz beansprucht. Darüber hinaus ist es gesund und stärkt die Abwehrkräfte. Das weiß Burkard Kalwar, Fahrrad-Experte und Mitglied der Klimaschutz-Initiative „Buxtehude im Wandel“ sowie „Buxtehude fährt Rad“, nicht nur aus diversen Untersuchungen, sondern auch aus eigener Erfahrung. In der neuen Serie, die das WOCHENBLATT gemeinsam mit der Initiative ins Leben gerufen hat und in lockerer Reihenfolge präsentiert, geben Experten leicht umzusetzende Tipps zum Thema Nachhaltigkeit.
„Radfahren im Winter fordert unsere Immunabwehr“, so Burkhard Kalwar. „Der Organismus wird abgehärtet und unser Immunsystem wird gestärkt.“ Das sind seine Tipps:
<Aufz>Warme Kleidung tragen, am besten im Zwiebelprinzip. Als Unterwäsche eignen sich ein Funktionsunterhemd oder Merino, darin schwitzt man weniger. Baumwolle hingegen ist weniger gut geeignet. Darüber ein oder zwei Trikots und bei Temperaturen um null Grad auch eine gegen den Wind schützende Jacke oder eine kombinierte Wind-Regenjacke. Über die Jacke zieht man in der Dunkelheit noch eine Warnweste, das erhöht die Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer enorm.
Dicke Socken tragen, die Schuhe sollten nicht zu eng sitzen. Am besten nimmt man ein oder sogar zwei Paar Woll- oder Wandersocken, dazu feste Winterschuhe oder kräftige Neoprenüberzieher, die auch vor Feuchtigkeit schützen. Gegen kalte Füße gibt es zudem beheizbare Einlegesohlen, die jedoch einen Akku benötigen.
Hände werden mit Winterhandschuhen gegen die Kälte geschützt, eventuell ein Paar dünne unter die dicken Handschuhe anziehen. Auf den Kopf gehört ein Buff, das gut unter den Helm passt.
Das Fahrrad sollte dickere Reifen mit Profil haben, Minimum 35 Millimeter Reifen, besser 40 Millimeter und mehr. Nach der Fahrt das Profil auf Steinchen untersuchen, denn bei Nässe setzen sich spitze Steinchen gerne im Profil fest.
Besonders im Winter benötigt man auf jeden Fall Front- und Rücklicht. Pedelecs sind generell mit Lichtern gut ausgestattet und auch Tourenräder haben einen Nabendynamo, der zuverlässig arbeitet. Für sportliche Räder (MTB oder Cross/ Gravelbike) gibt es Stecklichter, neuerdings sogar Rücklichter mit Bremslicht, das beim Abbremsen wie beim Auto reagiert. Moderne Stecklichter lassen sich sehr einfach über USB-Kabel aufladen. Burkard Kalwar empfiehlt Stecklichter, die sehr einfach ohne Werkzeug zu montieren und via Klickmechanismus schnell ab- und anzubauen sind. Wichtig ist die richtige Einstellung des Frontlichts.
Es gibt einige Fahrradläden im Landkreis Stade, die viele Zubehörteile für das Radfahren im Winter vorrätig haben und bei Problemen helfen.
Also, einfach mal anfangen und ausprobieren. Über Erfahrungsberichte und Ideen freuen sich die Mitglieder von „Buxtehude im Wandel“. Wer Gleichgesinnte sucht, kann sich an die Initiativen „Buxtehude fährt Rad“ (https://buxtehude-faehrt-rad.de/) und „Buxtehude im Wandel“ (https://buxtehude-im-wandel.de/) wenden.

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