Nachhaltigkeitsserie im WOCHENBLATT Im Einklang mit der Natur gärtnern

Es wird Frühling und das Wetter lockt viele in den Garten. Wie man dort etwas für Umwelt und Klima tun kann, erklärt Dr. Barbara Ruser von der Initiative „Buxtehude im Wandel“ (https://buxtehude-im-wandel.de). Im Rahmen der Nachhaltigkeitsserie im WOCHENBLATT geben Mitglieder der Initiative in lockerer Reihenfolge Tipps, wie man im Alltag mit kleinen Verhaltensänderungen und Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit sorgen kann.
„Ein umweltfreundlicher Garten sieht natürlich aus“, so Barbara Ruser. „Dünne Laubschichten und Pflanzenreste auf den Flächen schützen das Bodenleben und werden im Laufe der Zeit zu nährstoffreichem Humus, der viel CO₂ bindet.“ Wer also die Beete im Garten nicht ganz „sauber“ mache, spare Zeit und gärtnere im Einklang mit der Natur.
Die Tipps von Barbara Ruser:
Mulchschicht auf Beeten lassen: Liegen noch dicke Laubschichten auf den Beeten, sollte man den größten Teil entfernen und nur eine dünne, lockere Schicht als schützende Mulchschicht liegen lassen. Nützliche Regenwürmer und Bodenorganismen werden so geschützt und der Boden hält die Feuchtigkeit länger.
Blumen- statt Schottergarten: Vermeintlich pflegeleichte Schottergärten tragen insbesondere im Sommer zur Aufheizung der Städte bei und zum Rückgang der Artenvielfalt. Eine Alternative ist ein pflegeleichter Staudengarten. Infos dazu unter https://freudengarten.de/show/289/10-pflegeleichte-gartenpflanzen-die-keine-muhe-machen

Initiative „Buxtehude im Wandel“ gibt Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag

Nur torffreie Blumenerde kaufen: Beim Kauf von Blumen-, Gemüse- oder Universalerde sollte man nur torffreie Erden wählen. Ein Großteil des Torfes wird aus trockengelegten Mooren entnommen. Durch den Torfabbau werden große Mengen an klimaschädlichem CO₂ freigesetzt.
Die richtige Pflanzenwahl: Heimische Pflanzen sind die beste Wahl, wenn möglich in Bioqualität. Gerade heimische Sträucher und Hecken bieten vielen Insekten durch ihre Blüten sowie Vögeln durch ihre Früchte eine wichtige, natürliche Nahrungsquelle. Bei Blumen sollte man ungefüllte Sorten bevorzugen. Sie sehen nicht nur natürlicher aus, sondern sind für viele Insekten auch bessere Nektar- und Pollenlieferanten.
Jetzt Pflanzen für den Sommer aussäen: Viele Gemüse- und Blumenpflanzen kann man selbst aussäen. Jetzt ist genau die richtige Zeit dazu. Beim Kauf der Samen sollte man alte Gemüse- und Blumensorten in Bioqualität bevorzugen. Hierfür gibt es auch in den Baumärkten ein reichhaltiges Sortiment! Für die Anzucht nur torffreie Anzuchterde und wiederverwendbare Töpfe nehmen.
Dekorative und nützliche Wildblumenwiese: Wer den Rasen nicht so oft mäht und die Insektenvielfalt unterstützen möchte, kann eine Wildblumenwiese anlegen. Die sieht nicht nur das ganze Jahr über abwechslungsreich aus, sondern trägt aktiv zum Umweltschutz bei.
Weitere Infos zur Anlage umweltfreundlicher Gärten und zur Anlage einer Wildblumenwiese gibt es u.a. unter www.ecowoman.de/haus-garten/garten/einen-biogarten-anlegen-im-fruehjahr-1266.

Die „Initiative Buxtehude“ im Wandel gibt Tipps zum Bau eines Paletten-Hochbeets
Die Initiative Buxtehude im Wandel motiviert zum nachhaltigen Leben

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