Obdachlosenhilfe erfährt großartige Unterstützung Dank WOCHENBLATT-Lesern Spenden bis unters Dach

bim. Königsmoor. Im Büro sind schon etliche Weihnachtstüten gepackt, in zwei Kammern im Obergeschoss stapeln sich Kartons, Faltkisten und Taschen buchstäblich bis unters Dach – Claudia (65) und Jürgen Hälk (64) aus Königsmoor, die sich neben weiteren Ehrenamtlichen in der Bürgerinitiative zur Unterstützung von Obdachlosen und Bedürftigen in Hamburg engagieren, sind dankbar und begeistert, dass so viele Menschen am Schicksal hilfebedürftiger Männer und Frauen Anteil nehmen. Nach dem WOCHENBLATT-Artikel Anfang November erlebten die Hälks eine großartige Spendenbereitschaft von Lesern aus den Landkreisen Harburg und Stade.
„Das Telefon steht bis heute nicht still. Nach wie vor kommen pro Woche zwei bis drei Spendenangebote. Leider muss ich die Spender derzeit aufs neue Jahr vertrösten“, berichtet Claudia Hälk. Entweder holt sie u.a. Kleidung, Decken oder Hygieneartikel von den Spendern ab, die Dinge werden gebracht „oder man trifft sich irgendwo dazwischen“, sagt Claudia Hälk. „Ich habe keinen Schund bekommen. Gewaschen, gebügelt und ordentlich zusammengelegt kommen die Sachen hier an“, sagt die 65-Jährige zu der guten Kleidung. Und: „Ich bin begeistert, welch tolle Menschen ich beim Spendenabholen kennengelernt habe. Ich habe viele nette und auch manche berührenden Gespräche geführt.“ Denn auch zwei ältere Damen, deren Ehemänner vor nicht allzu langer Zeit verstorben sind, hätten sich schweren Herzens von deren Bekleidung getrennt in dem Wissen, dass sie gebraucht und sinnvoll weiterverwendet wird.
Einige Anrufer boten auch an, aktiv bei der Essenszubereitung oder der Verteilung in Hamburg zu helfen. Und manche Familien bringen immer mal wieder Spenden vorbei, je nachdem, was gebraucht wird.
Auch beim Packen der Weihnachtstüten, die u.a. mit Keksen, selbstgestrickten Socken und Hygieneartikeln befüllt werden, hatten die Hälks Unterstützung. Zwei Familien packten zuhause und lieferten die Tüten in Königsmoor an.
„In der Weihnachtszeit haben die Leute viele Pflegeartikel gespendet. Auch Taschenlampen wurden gestiftet. Und am Mittwoch haben wir von der Hamburger Tafel viel Obst und Schokolade mitgebracht“, erläutert Claudia Hälk. Derzeit könne sie aber bis zum Frühjahr keine weiteren Kleiderspenden annehmen. „Wir haben zurzeit einfach keine Lagermöglichkeiten mehr.“
Regulär werden Kleidung, Tüten und das portionsweise von Jürgen Hälk zubereitete Essen von durchschnittlich zehn Helfern am Hamburger Hauptbahnhof verteilt. Wie und ob die Weihnachtsausgabe am morgigen Sonntag, 20. Dezember, im Lockdown stattfinden kann, konnten die Hälks bis Redaktionsschluss noch nicht sagen.

Mehr Aktuelle Nachrichten aus Buxtehude und der Region

Menü