„psyhos und doeberwertingen“: Irres Deutsch und falsche Beschuldigungen Abzocker schlagen mit Lügen-Bewertung zurück

tk. Buxtehude. Lenard Wölk vom Sicherheitshaus Wölk in Buxtehude hatte in der WOCHENBLATT-Ausgabe vom vergangenen Samstag vor Abzocke durch Schlüsseldienste gewarnt, die vorgeben, vor Ort präsent zu sein, aber von sonst woher anreisen. Die Rechnungen fallen bei diesen „Dienstleistern“ meist extrem hoch aus. Wölk kennt einen Fall, bei dem eine Kundin 2.000 Euro für eine Türöffnung bezahlt hat. Er weiß sich damit auf einer Linie mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen, die ebenfalls vor Abzocke mit überteuerten Fantasierechnungen warnt. Kritik beantworten die unseriösen Abzocker auf ihre Art: Mit extrem miesen Bewertungen bei Google. Innerhalb von wenigen Stunden kassierte Wölk Kritik von „Kunden“, die mit hundertprozentiger Sicherheit seinen Laden noch nie von innen gesehen haben.

Ein Beispiel einer Google-Bewertung von Wölk im Original, ohne dass die Redaktion Korrekturen vorgenommen hat: „sie benehmen sich wie psyhos und beobachten ein die ganze zeit. Der preis der ware passt nicht zur Qualität. Ich habe doeberwertingen gelesen und kann den positiven nicht zu stimmen. Es klingt dogar do als hätten sie diese selbst geschrieben.“ Das ist hanebüchener Unsinn und der Leser fragt sich: was ist eigentlich „doeberwertingen“? Lenard Wölk ärgert sich trotzdem über diese Praxis, wenn berechtigte Kritik und Warnung vor Abzocke durch schwachsinnige Mies-Bewertungen beantwortet wird.

Ein anderer sogenannter „Kritiker“, der immerhin ausdrücken kann, was er sagen will, behauptet, ihm sei „das Geld ins Gesicht geschmissen“ worden. Wiederum ein Dritter schreibt, dass er rausgeworfen worden sei.
„Alles Blödsinn, diese Vorfälle hat es nie gegeben“, sagt Lenard Wölk. Dass er sich bei Google über die offensichtlichen Falschbewertungen beschwerte, die nichts anderes als üble Nachrede sind, führte zu nichts. Meinungsfreiheit stehe über allem, so die Mitteilung aus dem Konzern. Die Falschbehauptungen geradezurücken ist dem Geschäftsmann auch nicht möglich, denn eigene Bewertungen sind nicht zugelassen.

Was Wölk richtig fände: Wer ein ortsansässiges, lokales Unternehmen bewerten will, sollte vorher auch dagewesen sein. Und zum Beispiel einen QR-Code vor Ort einscannen, der dann das Bewertungsportal freigibt. „Vor Bewertungen habe ich nämlich keine Angst“, sagt Lenard Wölk.
Bleibt dem kritischen Verbraucher also nur, sowohl bei Schlüsseldiensten und ihrer angeblichen Ortsnähe als auch bei Bewertungen genau hinzusehen. „psyhos“ und „doeberwertingen“ passen perfekt zu einer Homepage eines Schlüsselnotdienstes, der angeblich in der Region ansässig ist. Wie das WOCHENBLATT berichtet hatte, hat dieses „Unternehmen“ eine Niederlassung in „Fehta“ statt in Vechta.

• Wichtigster Tipp der Verbraucherzentrale Niedersachsen, um sich vor Abzocke bei einer Türöffnung zu schützen: Am besten vor dem Notfall der verschlossenen Tür über seriöse Anbieter vor Ort informieren.

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