Sozialministerium verschickt Briefe an Senioren Terminvergabe für Corona-Impfungen ab 28. Januar

(os). Nachdem die Corona-Impfung in Alten- und Pflegeheimen gestartet ist, erreichten die WOCHENBLATT-Redaktion in den vergangenen Tagen zahlreiche Anrufe und E-Mails verunsicherter, aber auch wütender Bürger und deren Angehöriger. Wann kann man wo einen Impftermin für über 80-Jährige vereinbaren, die außerhalb der Alten- und Pflegeheime wohnen? Viele Bürger kritisieren, dass das Land Niedersachsen die Impfhotline 0800-9988665 freigeschaltet hat, man dort aber noch keine Impftermine vereinbaren kann.
Das WOCHENBLATT fragte beim Landes-Sozialministerium nach: Wie ist die weitere Planung? Vordringliches Ziel sei es, in den kommenden rund zwei Wochen die Alten- und Pflegeheime in Niedersachsen durchzuimpfen, erklärt Pressesprecherin Anne Hage. Ab dem morgigen Sonntag, 17. Januar, erfolge in den ersten Einrichtungen die notwendige Zweit-impfung.
Parallel dazu sollen in der kommenden Woche alle Bürger über 80 Jahre angeschrieben werden. In dem Brief sollen alle Informationen stehen, wann und wie sie einen Impftermin vereinbaren können. Das werde ab Donnerstag, 28. Januar, der Fall sein. Grund für diese Verzögerung sei vor allem die Impfmittelknappheit. „Diese wird uns noch ein bisschen begleiten“, erklärt Anne Hage.
Die Terminvergabe für Impfungen soll ebenfalls ab dem 28. Januar unter o.g. Hotline möglich sein. Zudem solle diese über eine Internetplattform erfolgen, die derzeit noch im Aufbau sei. Bürger über 80 Jahre, die nicht sofort einen Impftermin erhalten, sollen auf eine telefonische und digitale Warteliste gesetzt werden. „Sie brauchen dann nichts weiter zu tun. Sobald ein Impftermin frei ist, werden sie benachrichtigt“, kündigt Hage an. Übrigens: Den Brief erhalten in der kommenden Woche diejenigen über 80-Jährigen, deren Adressen dem Sozialministerium vorliegen. Senioren, die keine Benachrichtigung erhalten, sollten sich bitte über die Hotline melden, erklärt Hage.
Schon mal vormerken: Senioren, die einen Impftermin erhalten und auf einen Einzeltransport ins Impfzentrum angewiesen sind, werden gebeten, ihren Hausarzt anzusprechen und sich eine Transportbescheinigung geben zu lassen. Zudem sollen sie mit ihrer Krankenkasse absprechen, ob die Transportkosten übernommen werden. Einige große Kassen hätten dazu bereits ihre Bereitschaft signalisiert, heißt es aus dem Sozialministerium. Wenn das nicht der Fall sei, sollten die Senioren ihre Transportbescheinigung beim Impfzentrum mit der Angabe der Kontonummer einreichen. Die Kosten würden dann nachträglich erstattet.
Menschen, die ihre Wohnung in keinem Fall verlassen können, müssen sich gedulden, bis ein Impfstoff vorliegt, der keine durchgehende Kühlung benötigt und vor Ort vom Hausarzt verimpft werden kann. Man rechne damit spätestens im Frühsommer.

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