Zeitzeugen-Gespräch mit Ivar Buterfas-Frankenthal in der Empore Buchholz Er erhebt die Stimme gegen Antisemitismus

os. Buchholz. Anfang dieses Jahres blickte der gerade ins Leben gerufene Verein „Kulturförderkreis Empore Buchholz“ hoffnungsvoll auf die zahlreichen kulturellen Höhepunkte im Veranstaltungszentrum Empore. Durch die Corona-Pandemie konnte sich der Verein um den Vorsitzenden Gunter Heise dann aber nicht so entwickeln wie geplant. Nachdem die Empore um ihren Geschäftsführer Onne Hennecke mittlerweile wieder ein reduziertes Angebot unter Einhaltung der Corona-Regeln auf den Weg gebracht hat, lädt der Kulturförderkreis jetzt auch zu seiner ersten Veranstaltung in die Empore (Breite Str. 10): Unter dem Motto „Ein Leben nach dem Holocaust“ findet am Montag, 9. November, ab 20.15 Uhr ein Gespräch mit dem Zeitzeugen und Holocaust-Überlebenden Ivar Buterfas-Frankenthal (87) und der NDR-Info-Moderatorin Sabine Rein statt. Einlass ist ab 19.45 Uhr.
Seine Geschichte hat Buterfas-Frankenthal, dessen Vater Jude war, im Laufe der Jahre in mehr als 1.500 Veranstaltungen in Schulen, Theatern und anderen Veranstaltungssälen erzählt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten legt der Bendestorfer Zeugnis ab und erhebt lautstark die Stimme gegen rechts und Antisemitismus.
Bekannt wurde Buterfas-Frankenthal zudem unter anderem durch seinen Einsatz für den Erhalt der Hamburger Nikolaikirche als Kriegsruine, die er mit einem von ihm gegründeten Förderverein sicherte und als Mahnmal gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassenhass und Antisemitismus etablierte. An der Einrichtung der Gedenkstätte des Gefangenen- und Straflagers Sandbostel, wo etwa 60.000 Juden den Tod fanden, war Buterfas-Frankenthal maßgeblich beteiligt.
Karten für die Veranstaltung sind für 12,50 Euro erhältlich in der Kartenkasse der Empore (Breite Str. 10), unter Tel. 04181-287878 oder www.empore-buchholz.de. Da das Kontingent wegen der Corona-Maßnahmen begrenzt ist, lohnt sich ein zeitiger Kartenkauf.

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