Bundesgesellschaft für Endlagerung nennt infrage kommende Gebiete Kommt der Atommüll nach Todtshorn?

bim. Tostedt/Harsefeld. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wird am kommenden Montag, 28. September, erstmals Teilgebiete nennen, die eine „günstige geologische Gesamtsituation“ aufweisen und für die „sichere Endlagerung“ von Atommüll infrage kommen. Diese Veröffentlichung könnte für Überraschungen sorgen, teilt die bundesweite Anti-Atom-Organisation „Ausgestrahlt“ mit. Denn laut einer Karte, die „Ausgestrahlt“ auf ihrer Homepage publiziert hat, kommen auch Otter-Todtshorn im Landkreis Harburg und Harsefeld im Landkreis Stade dafür infrage.
Bisher ist der niedersächsische Salzstock Gorleben Zwischenlager für hochradioaktiven Abfall. Nach dem schrittweisen Atomausstieg, der 2011 eingeleitet wurde und 2022 abgeschlossen sein soll, wurde 2013 mit dem Standortauswahlgesetz und dessen Novelle im Jahr 2017 der Startschuss für eine neue, deutschlandweite Standortsuche gegeben. Vorgesehen ist, bis 2031 ein Atom-Endlager zu finden. Die neue Suche soll nach dem Prinzip der „weißen Landkarte“ ergebnisoffen ablaufen. Erkundet werden sollen infrage kommende Wirtsgesteine Salz, Ton und Granit. Und laut einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aus dem Jahr 1995 handelt es sich in Harsefeld und Otter-Todtshorn um Salzstöcke.

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