Buxtehude zeigt, wie es geht Kommentar: Hilfe fürs Kita-Personal geht auch schnell

Ich nehme es Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und seiner Mannschaft in Hannover sofort ab, dass sie sich ums Wohl des Kita-Personals sorgen. Gleichwohl: Verbale Wertschätzung reicht nicht. Wo bleiben die Taten?

Tonnes Sprecher Sebastian Schumacher spricht etwa von einem „mit hoher Ernsthaftigkeit geprägten Prüfmodus“ beim Thema Schutzmasken fürs Kita-Personal. Auch bei Corona-Tests für Kita-Mitarbeiter werde „mit Hochdruck“ an einer Lösung gearbeitet, doch dabei handele es sich um eine „komplexe Fragestellung“.
Niemand in Krippe und Kita erwartet, dass Minister Tonne persönlich vorbeischaut und ein symbolisches Masken-Paket überreicht. Es würde schon reichen, wenn es die Zusage gäbe, dass die Kosten für Tests und Masken vom Land übernommen werden. Dafür braucht es keine lange Planungsphase. Es reicht, wenn klar ist, aus welchem Topf das bezahlt wird und welche Stelle des Landes letztendlich den Trägern das Geld überweist.

Dass so etwas schnell und unbürokratisch geht, hat die Stadt Buxtehude bewiesen. Die Verantwortlichen dort haben auch „mit hoher Ernsthaftigkeit“ geplant – aber fürs Umsetzen der Planung nur drei Tage benötigt. Einmal in der Woche wird das komplette Kita-Personal getestet. Wer das macht, im Ergebnis sind das die Sozialstation, die Malteser und extra fortgebildetes Personal, wie das Geld fließt, wie hoch die Kosten pro Test sein können, war binnen kürzester Zeit klar. FFP2- und OP-Masken besorgt die Stadt ebenfalls selbst und verteilt sie in städtischen Kitas und denen freier Träger.

So schnell kann Hilfe sein, die dem Kita-Personal zeigt: „Wir lassen euch nicht im Stich!“
Tom Kreib

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