Buxtehuder Mahnwache für Atomausstieg erinnert Fukushima: die Katastrophe vor zehn Jahren

nw/tk. Buxtehude. Die Atomkatastrophe von Fukushima hat die Welt aufgewühlt. Eine der direkten Folgen: der Atomausstieg in Deutschland. Das Unglück in Japan ist am Donnerstag vor zehn Jahren passiert. In Buxtehude wird die Mahnwache zum zehnten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima wegen Corona erst im Sommer stattfinden. Darauf weist Mahnwachen-Initiator Thomas Ringleben hin, doch zum Jahrestag blickt er zurück und schaut nach vorn.

Zur Erinnerung: Vor zehn Jahren waren auch im Landkreis Stade sehr viele Menschen entsetzt und besorgt. An verschiedenen Orten im Landkreis wurden spontane Mahnwachen organisiert und abgehalten. Auf dem Buxtehuder Petriplatz trafen sich an jedem Montagabend bis zu dreihundert Menschen, um für das Ende der Atomkraft in Deutschland und für die Energiewende zu demonstrieren. Die Entscheidung der Bundesregierung über den Atomausstieg wurde im Juni 2011 mit einem Fest auf dem Petri-Platz gefeiert. Und noch immer treffen sich die Menschen dreimal jährlich in Buxtehude zur Mahnwache für den Atomausstieg.

„Wir konnten viel erreichen“, so Thomas Ringleben. „So haben die Stadtwerke auf Ökostrom umgestellt. 2014 wurden ein Energie- und Klimaschutzkonzept für Buxtehude verabschiedet und eine Klimaschutzmanagerin eingestellt. Es wurde eine Bürger-Energie-Genossenschaft (BEB) gegründet, die den Bau von Windkraftanlagen in Buxtehude vorangetrieben haben“, resümiert Ringleben. „Doch noch immer sind in Deutschland sechs Atomkraftwerke am Netz. Zudem müsse der Ausbau der regenerativen Energien sehr viel schneller vorangehen.

„Die Städte und Kommunen müssen in unserer Region durch ein gutes Klimaschutzmanagement, durch die effiziente Nutzung von Energie, durch Energieeinsparung und durch gute Verkehrskonzepte ihren Beitrag zu den anstehenden Herausforderungen leisten“, sagt Thomas Ringleben.

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