Denkwürdige Würdigung des Nachhaltigkeitspreises Murphy mischt die Kleinstadt Buxtehude auf

tk. Buxtehude. Alles war Corona-kompatibel geplant: Am Donnerstag sollte der Deutsche Nachhaltigkeitspreis mit einem Festakt an die Hansestadt Buxtehude verliehen werden. Doch am Dienstagabend kam die Absage: „Aufgrund der täglich steigenden Corona-Zahlen haben wir uns nun in Abstimmung mit der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis schweren Herzens dazu entschieden, die Preisverleihung komplett abzusagen“, sagt Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. „Selbstverständlich fühlen wir uns weiterhin dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet und werden den Weg zur nachhaltigen Kommune weiter vorantreiben.“

Ganz ohne medialen Widerhall bleibt die abgesagte Preisverleihung aber nicht. Die beiden Boulevard-Zeitungen, „Bild“ und „Hamburger Morgenpost“ haben das auf ihre Art gewürdigt. „Bild“ titelt: „Murphy mischt Buxtehude auf“. Darüber werden vermutlich sogar viele nachhaltig engagierte Bürger der Hansestadt stolpern. Murphy wer? Die, die aufmischt, ist die Klimamanagerin Ann Kathrin Murphy, vormals Bopp.
Die „Mopo“ wiederum lässt einen gewissen Hauch nachbarschaftlicher hamburgischer Arroganz durchblicken: „Bei Hamburg: Diese Kleinstadt begeistert die Republik“. Klar – kein Hamburger weiß, wo dieses Buxtehude im Niemandsland vor den Toren der Metropole liegt.

Mein Vorschlag an den großen Nachbarn: Gewinnt den Nachhaltigkeitspreis für Großstädte und das WOCHENBLATT titelt: „Bei Buxtehude: Diese Großstadt begeistert die Republik“.
• Die Hansestadt Buxtehude ist neben den Städten Eltville am Rhein und der Landeshauptstadt Kiel mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert.

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