Grüne in der Gemeinde Sauensiek wünschen sich eine Begleitung der Renaturierung der Moorflächen durch Gemeinde oder Verein Ehemalige Torfabbaufläche "Goldbecker Moor" wird der Natur zurückgegeben

wd. Apensen. Nachdem Ende vergangenen Jahres die Genehmigung für eine der vier Torfabbau-Flächen in den Gemeinden Beckdorf und Sauensiek, das „Goldbecker Moor“, abgelaufen ist, können jetzt fast 81 Hektar Fläche zwischen Wiegersen und Beckdorf der Natur bzw. der natürlichen Entwicklung zurückgegeben werden. So war es auch von Anfang an vorgesehen. Laut Mailverkehr zwischen Gemeinde-Ratsmitglied Karsten Montag (Grüne) und dem Naturschutzamt des Landkreises Stade wurde keine Verlängerung der Torfabbau-Genehmigung beantragt. Für die anstehenden Renaturierungsmaßnahmen ist die Torfabbau-Firma zuständig, der Landkreis Stade überwacht die Maßnahmen, zu denen u.a. Grabenverschließungen und die Errichtung von Verwallungen gehören. Ziel ist die Wiedervernässung auf den Abbauflächen, d.h. im Laufe der kommenden Jahrhunderte soll sich dort eine neue Moorlandschaft entwickeln.
Damit das überhaupt möglich ist, muss laut Karsten Montag im unteren Bereich des Bodens noch ausreichend Torf vorhanden sein, der das Versickern des Wassers verhindert. „Eigentlich hätten jetzt schon entsprechende Untersuchungen stattfinden müssen“, sagt Montag. Er und sein Parteifreund Dieter Kröger begleiten den Torfabbau in der Gemeinde Sauensiek schon seit vielen Jahren mit kritischem Blick, weil sie diesen Eingriff in die Natur aus ökologischen Gründen und auch aus klimatischer Sicht für bedenklich halten. Jetzt wünschen sie sich eine Möglichkeit, dass die Gemeinde im Rahmen der Renaturierung in die zukünftige Flächenbetreuung einbezogen wird, zum Beispiel durch die Gründung einer Initiative oder die Begleitung durch einen bestehenden Verein. Eine Idee für die Beteiligung vor Ort ist z.B., sich an Entkusselungsmaßnahmen zu beteiligen oder eine Aussichtsplattform zu errichten – ähnlich wie im Tister Bauernmoor, damit Naturfreunde unter anderem die im Gebiet lebenden Kraniche und andere Wildtiere beobachten können, ohne sie zu stören.
Karsten Montag, der selbst im Naturschutzamt in Hamburg tätig ist, vermutet zudem, dass auch dem Landkreis aufgrund der Vielzahl der zu überwachenden Flächen und des Umfangs der Maßnahmen geholfen sei, wenn ihn die Gemeinde oder eine Naturschutz-Initiative entlasten würde. „Daher wäre es schön, wenn wir – immer nach Absprache mit dem Landkreis – auch etwas tun könnten“, so Montag.

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