Grüne legen zu, CDU stärkste politische Kraft Wahlergebnisse für den Buxtehuder Stadtrat

tk. Buxtehude. Die CDU ist im Buxtehuder Rat mit 28,14 Prozent (plus 2,05 Prozent) die stärkste politische Kraft geworden. Das hat aber mehr symbolischen Wert, denn die SPD (26,84 Prozent, minus 2,91) kommt genauso wie die CDU auf jeweils elf Sitze. Der große Wahlgewinner im Rat sind die Grünen: Sie haben 23,06 Prozent bekommen und ihr Ergebnis um 5,2 Prozent verbessert. Der Wahlverlierer ist die AfD: Sie hat sich halbiert und bekam 4,45 Prozent der Stimmen. Der neue Buxtehuder Rat wird größer. Aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl hat er 40 statt bisher 38 Mitglieder.

• Weitere Ergebnisse im Überblick: Die FDP bekommt 7,08 (plus 1,24 Prozent) der Stimmen, die BBG/FWG verliert 2,2 Prozent und kommt auf 3,52 Prozent, die Linke liegt bei 4,2 und Die PARTEI, die erstmals für den Rat antrat, kommt auf 2,7 Prozent der Stimmen.

Die Grünen steigern sich von sieben auf neun Sitze, die SPD bleibt bei elf, die CDU ebenfalls (plus ein Sitz im größeren Rat), die FDP stellt drei Politiker (einer mehr), für die BBG/FWG sitzt nur noch Wilfried Peper im Rat, die Linke bleibt bei zwei Mandaten, die AfD hat sich von vier auf zwei halbiert und für Die Partei zieht Clemens Ultsch als Einzelkämpfer ein.

• Die Wahlbeteiligung lag bei 55,31 Prozent – schlechter als 2016: Da haben noch 57 Prozent der Buxtehuderinnen und Buxtehuder gewählt.

• Es war auf jeden Fall die längste Stimmenauszählung bei einer Buxtehuder Kommunalwahl. Erst nach zwei Uhr in der Nacht stand das vorläufige Endergebnis fest. Zum Schluss hatte es Probleme in einem Briefwahllokal gegeben.

• Bei den persönlichen Direktwahlergebnissen ist Birgit Butter (CDU) mit 1.417 die unangefochtene Spitzenreiterin. Einen Mega-Erfolg hat der Halepaghenschüler und „Fridays for Future“-Aktivist Philipp Bravos erzielt: Er zog mit 503 Stimmen direkt für die Grünen in den neuen Stadtrat ein.

• Es wird spannend, wie Politik im neuen Rat gemacht wird – zumindest theoretisch. SPD, Grüne und Linke haben zusammen eine sichere Mehrheit. Wobei, – das macht das breite Bündnis für die Wahlsiegerin Katja Oldenburg-Schmidt deutlich, die von SPD und CDU unterstützt wurde, Kontinuität scheint das zu sein, was die Wähler in Buxtehude wollen. Das wäre weiterhin die inoffizielle „Groko“ an der Este. Was aber dafür spricht, dass es zumindest ein entspannteres Verhältnis zwischen SPD und Grünen geben kann: Astrid Bade, Ex-SPD-Fraktionschefin, und Michael Lemke, Ex-Co-Fraktionschef der Grünen, sind beide nicht mehr im Rat vertreten. An ihnen scheiterte jedwedes Aufeinanderzugehen. Für die SPD strebt Nick Freudenthal den Vorsitz an. Der kommt auch mit den Grünen klar.

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