Kritik der Lebenshilfe Buxtehude an der Stadt Inne Beek: Das wurde in der Vergangenheit saniert

tk. Buxtehude. Der Buxtehuder Jugendhilfeausschuss kam jüngst zu einer Sondersitzung zusammen, um sich über die Lage der Lebenshilfe-Kita „Inne Beek“ in Immenbeck zu informieren. Wie berichtet, hat die Stadt die drohende Schließung der Wolfsgruppe abgewendet, indem sie eine Erzieherin und sozialpädagogische Assistentin dorthin abordnet. Grundsätzlich, daran ließ Kita-Leiterin Susann Schnarr-Agoston während der Sitzung keinen Zweifel, will die Lebenshilfe Buxtehude die Trägerschaft abgeben – so schnell wie möglich. 
Schnarr-Agoston ließ gegenüber der Politik durchblicken, dass sich die Stadt nicht ausreichend um die Kita-Immobilie kümmere. Das hörte sich nach einem Sanierungsstau an. „Es ist für uns nicht einfach“, sagte die Kitaleiterin und meinte offenbar nicht nur das für die Lebenshilfe unlösbar scheinende Problem, Fachkräfte zu finden.

Als Beleg für den Mangel an Engagement der Stadt nannte sie einen Unterstand für Spielzeug, der nicht ersetzt wurde. Die Lebenshilfe habe die Spielgeräte für den Außenbereich daher entsorgen müssen.
Den Vorwurf, dass die Stadt nicht in diese Kita investiert, wies die Fachgruppenleiterin für Jugend & Familie, Andrea Lange-Reichardt, schon während der Sitzung zurück. Das WOCHENBLATT hat noch einmal bei der Stadtverwaltung nachgefragt: Was wurde in der Kita „Inne Beek“ gemacht? Ergebnis: Dass sich die Stadt nicht kümmert, stimmt nicht.

Ein Überblick: In diesem Jahr wurde die Feldsteinmauer im Außenbereich saniert und ein Fahrradständer montiert. Eine neue Treppe ist beauftragt ebenso wie die Neubepflanzung im Außenbereich. Zudem wurde ein neues Spielgerät bestellt und ein Ersatz für den maroden Unterstand wird geplant.
Im vergangenen Jahr wurden Fenster neu gestrichen, ein Gruppenraum hat einen neuen Fußboden bekommen, eine Aufstiegshilfe im WC-Bereich wurde gebaut und Baumpflegearbeiten durchgeführt.
2018 hat ein Gruppenraum neue Fenster bekommen, der Flur einen neuen Bodenbelag und in einem Gruppenraum wurden Akustiksegel angebracht. Geplante Maßnahmen für das kommende Jahr: Malerarbeiten sowie neue Bodenbeläge. (tk). Die Stadt hatte, wie berichtet, für die „Wolfsgruppe, die die Lebenshilfe Buxtehude schließen wollte, eine Erzieherin und eine sozialpädagogische Assistentin gefunden.

Wie das WOCHENBLATT jetzt erfahren hat, wollte Lebenshilfe-Geschäftsführerin Iris Wolf das Engagement der Stadt, das notgedrungen erfolgte, um das Aus für die Gruppe zu verhindern, nutzen, um diese eine Kita-Gruppe schon mal gänzlich abzugeben. Die Lebenshilfe-Erzieherin, die noch da war, wurde abgezogen und die Stadt Buxtehude sollte die Trägerschaft für die Gruppe alleine übernehmen – sozusagen ein erster Teilrückzug aus der gesamten Kita, die die Lebenshilfe loswerden will.

Das allerdings geht nicht und wäre ein Verstoß gegen die Betriebsführungsverträge. Daraufhin soll die Lebenshilfe eine andere Kraft doch noch in die Gruppe schicken. Wobei das auch bedeutet, dass die Kinder komplett mit neuem Personal konfrontiert sind, denn die letzte ihnen bekannte Fachkraft soll anderswo von der Lebenshilfe eingesetzt worden sein. Lebenshilfe wollte sich schon jetzt zurückziehen

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