Neue Zufahrt sorgt für Zoff Streit um neuen Buxtehuder Aldi-Markt

tk. Buxtehude. Am Westmoor, direkt neben dem bestehenden Einkaufszentrum mit Aldi und Rewe, soll ein neuer Aldi-Markt mit einer Verkaufsfläche von maximal 1.470 Quadratmetern entstehen. Der Buxtehuder Ausschuss für Stadtplanung hat aktuell beschlossen, dass dafür die Unterlagen für den Bebauungsplan sowie die erforderliche Veränderung des Flächennutzungsplanes (F-Plan) öffentlich ausgelegt werden. Der Weg dorthin war allerdings kein leichter und die politische Mehrheit knapp: Die CDU-Fraktion lehnt eine zusätzliche Zufahrt vehement ab und die Grünen sehen derzeit gar keine Notwendigkeit, einen neuen und größeren Aldi zu bauen.

Finanzier des Bauvorhabens ist der Investor Hans-Hinrich Schulz. Angesichts der ablehnenden Haltung in Teilen der Politik bekam der richtig schlechte Laune. „Ich habe schon 99 andere Aldi-Märkte gebaut“, sagte er. Zudem würde Aldi, am jetzigen Standort noch mit einem Mietvertrag über zwölf Jahre ausgestattet, nicht so lange warten, bis es einen größeren Markt gebe.

Schulz‘ Planer hatte zuvor die runderneuerten Skizzen vorgestellt. Die 92 Parkplätze und die Lage des Gebäudes selbst seien nach einem schalltechnischen Gutachten neu angeordnet worden. So bleibe die Nachbarschaft vor Lärm geschützt. Auf Teilen des Parkplatzes sollen Bäume gepflanzt werden, andere Ausgleichsmaßnahmen würden an anderer Stelle vorgenommen.

Und – daran entzündete sich die Debatte – es gibt eine neue Linksabbiegerspur auf der Straße Westmoor, um den neuen Aldi zu erschließen. Sie sei „skeptisch“, eröffnete CDU-Fraktionschefin Arnhild Biesenbach die Diskussion. Die separate Zufahrt, die nicht im ersten Entwurf vorhanden war, findet sie falsch. Die Kunden und Lieferanten sollten über das Grundstück mit dem bisherigen Aldi auf den neuen Parkplatz fahren. Was nach Meinung von Investor Schulz schwer möglich sei, denn die Flächen gehören dem Rewe-Konzern. Er wollte das Einkaufszentrum erwerben, doch das habe Rewe abgelehnt. Ein verbrieftes Überfahrtsrecht werde ihm wohl kaum eingeräumt werden.
Die CDU gab sich mit dieser Argumentation nicht zufrieden und blieb bei ihrer Kritik an einer überflüssigen Zufahrt. Was nach Ansicht von Astrid Bade (SPD) nicht stimme. „Auf dem jetzigen Parkplatz ist es schon sehr wuselig und unübersichtlich.“ 
Munter wurde über die Zufahrt gestritten und Michael Nyveld, erster Stadtrat, erinnerte an den Ausgangspunkt der Planung. „Wir wollten gemeinsam den Aldi im Norden halten“, sagte er. Die Grünen wollten die Planung grundsätzlich verschieben. „In acht bis neun Jahren wieder aus der Schublade holen“, schlug Ulrich Felgentreu vor. Dann sei auch die gesamte neue Wohnbebauung im direkten Umfeld fertig. 
Am Ende stand jedoch die Mehrheit für die Auslegung der Pläne. Weil es noch weitere Verfahrensschritte gibt, dürfte das nicht die letzte Diskussion gewesen sein. Bevor nicht der sogenannte Aufstellungsbeschluss gefasst wurde, ist der neue Aldi daher noch nicht in trockenen Tüchern.

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