Schleppende Entwicklung bei Schutzmaßnahmen Bedrohung durch Hochwasser in Buxtehude und Umgebung

sla. Buxtehude. Este und Viver bestimmen das idyllische Buxtehuder Stadtbild. Doch die Gewässer sind trügerisch und können durch zunehmende Extrem-Wetterlagen, wie sie die Wetterdienste für die Zukunft durch den Klimawandel prognostizieren, auch durchaus zur Gefahr werden. Zum Schutz des ausgewiesenen Überschwemmungsgebietes im Buxtehuder Innenstadtbereich wurde daher kürzlich eine Anhebung des Wanderweges vom Stadtpark entlang der Este und den Vivergärten bis zum Schützenhofweg vorgenommen. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn mit großer Sorge sieht Horst Subei, SPD-Ratsherr und Verbandsvorsteher des Wasser- und Bodenverbands WBV Buxtehude-Rübke, die schleppende Entwicklung des Hochwasserschutzkonzeptes der Hochwasserpartnerschaft Este und fordert von der Hansestadt Buxtehude eine schnellere Umsetzung: Bis Maßnahmen zum Schutze der Buxtehuder Altstadt und des gesamten Einzugsgebietes umgesetzt werden, würden voraussichtlich Jahre verstreichen. Auch der Buxtehuder Hafen steht nach wie vor im Fokus von Subei. Eine Ausbaggerung des Hafenbeckens und der Este, um den Barkassen- und Sportschifffahrtsverkehr sicherzustellen sowie die Sicherheit der Anlieger an der Este zu gewährleisten, sei laut Subei dringend erforderlich. Ebenso notwendig sei auch eine Umwandlung der Partnerschaft zum Wasser- und Bodenverband für einen ganzheitlichen Hochwasserschutz.
Auch außerhalb des Buxtehuder Stadtgebietes lauern durch mangelnden Hochwasserschutz Gefahren, etwa durch die verspätete Planung bzw. den Bau des Hochwasserschutzpolders Bullenbruch zwischen Dammhausen und Horneburg durch den Deichverband der 2. Meile Alten Landes. „Bis heute liegt nach langjährigem Verfahren noch kein Planfeststellungsbeschluss vor, obwohl der Hochwasserschutzverband Aue/Lühe mit der Übernahme der Trägerschaft des Polders die Unterhaltung der Deiche und evtl. Entschädigungsansprüche mit der Gründung im Jahre 2018 zugesagt hat“, sagt Subei.
Ein Verfahren zur Umsetzung des Mäandersandfanges in Daensen müsse ebenfalls beschleunigt werden, um die Sandablagerungen in der Este, die sich schließlich auch auf den Mühlenteich in Altkloster negativ auswirken, zu minimieren. Des Weiteren sollte es eine Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit der Betrieblichen Dienste Buxtehude, ehemals Stadtentwässerung, geben, um die Bewohner über die Sachverhalte besser aufzuklären und Selbsthilfe- und Objektschutzmaßnahmen, etwa durch Versicherungen von Hab und Gut, rechtzeitig vornehmen zu können, um sich vor Schäden durch Hochwasser besser zu schützen.

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