Sollen Amazon und Co. zur Kasse gebeten werden? WOCHENBLATT-Umfrage: Extra-Steuer für Onlinehändler

(tk). Was halten Sie von der Idee? Der Onlinehandel zahlt eine Extrabgabe, damit ein Geldtopf gefüllt werden kann, um Mittel für die Belebung der Innenstädte zu gewinnen. Diese Idee kam auf Bundesebene von der CDU. Grund: Der Onlinehandel boomt nicht nur während des ersten und zweiten Lockdowns. Doch gerade jetzt, wo fast alle Einzelhändler wieder schließen mussten, bestellen Kunden munter im Netz. Die Riesen, allen voran Amazon, machen Rekordgewinne.

Konkret sollte es ein Art Paketsteuer je nach Warenwert geben, die von Onlinehändlern an das Finanzamt abgeführt werden muss. Ein Argument für die Abgabe aus den Reihen der CDU: Onlinehändler nutzen die Infrastruktur einer jeden Kommune, etwa die Straßen, tragen aber nicht mit Gewerbesteuerzahlungen vor Ort zu deren Erhalt bei. Ein weiterer Grund für die Paketabgabe: Mit diesen Mitteln könnte ein Fonds gefüllt werden, der den stationären Einzelhandel in der Krise unterstützt. Außerdem würden Gelder bereitstehen, um zum Beispiel Projekte für attraktivere Innenstädte zu finanzieren.

Neben Zustimmung gab es für den Vorstoß auch Ablehnung. Getroffen werden in erster Linie die Falschen, lautet ein Argument. Amazon und Co. werden Wege suchen und finden, die Abgabe zu umgehen oder die Vorschriften aufzuweichen. Und: Auch der stationäre Einzelhandel setzt immer mehr auf Online –  und müsste damit auch die Abgabe entrichten.

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