„Sorgen Kita-Fachpersonals nehmen wir sehr ernst“ Kita-Protest: Antwort aus dem Ministerium

tk. Stade. Die Proteste des pädagogischen Fachpersonals im Kreis Stade nehmen zu und sie werden lauter. Die Mitarbeitenden in Krippe, Kita und der Tagespflege fühlen sich von der Politik in Zeiten der Pandemie alleingelassen (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). Es gibt keine Tests, Schutzmasken werden auch nicht vom Land zur Verfügung gestellt und wer in den Einrichtungen oder der Tagespflege arbeite, sei durch die direkten Kontakte stark gefährdet.

Kommentar: Hilfe fürs Kita-Personal geht auch schnell

Angesichts von Kritik und Protest wollte das WOCHENBLATT vom Kultusministeriun Antworten auf die zentralen Fragen der Kita-Mitarbeiter haben. Dessen Sprecher Sebastian Schuhmacher hat geantwortet.
„Sorgen und Hinweise des Kita-Fachpersonals nehmen wir sehr ernst. Wir sind daher mit den Trägern der Kindertageseinrichtungen in regelmäßigem Austausch. Die Träger sind als Arbeitgeber auch die ersten Ansprechpartner für die Kita-Beschäftigten. Dessen unbenommen hat der Schutz des Personals in Kindertageseinrichtungen für uns hohe Priorität, weshalb der ‚Rahmenhygieneplan Kita‘ auch sehr hohe Sicherheitsstandards definiert“, sagt der Sprecher.

Brandbrief jetzt auch aus Stader DRK-Kitas

An dem Thema Testung werde „mit Hochdruck“ gearbeitet. „Das ist allerdings keine banale Angelegenheit, sondern eine komplexe Fragestellung.“ Die derzeit verfügbaren Schnelltests seien Tests, bei denen aufgrund der mit der Durchführung verbundenen Risiken nur eine medizinisch fachkundige Person betraut werden könne. „Bei nicht fachgerechter Durchführung ist die Validität dieser Tests nicht belastbar.“ Sollte es Selbsttests geben, werde die Landesregierung prüfen, ob sie Schulen und Kitas zur Verfügung gestellt werden können.

Thema FFP2-Masken fürs Kita-Personal: „Auch an der Fragestellung Mund-Nasen-Bedeckung für Kita-Personal sind wir in einem von hoher Ernsthaftigkeit geprägten Prüfmodus, mit dem Ziel, die Schutzmaßnahmen für Beschäftigte besser zu fördern. Wann die Prüfungen abgeschlossen sind und mit welchem Ergebnis, lässt sich heute nicht sagen,“ sagt Sebastian Schumacher. „Es wird also einiges unternommen, um den Gesundheitsschutz zu befördern und die wichtige Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher zu unterstützen. Dieser Prozess ist auch nicht abgeschlossen, es wird ständig an Optimierungen und Verbesserungen gearbeitet.“

Außerdem gebe es Fördergelder nicht nur für Neu- und Umbauten von Kitas, sondern auch für Investitionen in bauliche Veränderungen für bessere Hygienemaßnahmen, betont der Pressesprecher.

Hilferuf aus der Tagespflege

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