Sozialpolitik muss stärker in den Fokus rücken Buxtehude: Die Linke will eigenen Bürgermeisterkandidaten

tk. Buxtehude. „Wir werden unseren Mitgliedern empfehlen, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten oder eine -Kandidatin aufzustellen“, sagt Buxtehudes Linken-Fraktionschef Benjamin Koch-Böhnke. Die Entscheidung solle Anfang des kommenden Jahres fallen. Das WOCHENBLATT hatte bei der Linken nachgefragt, nachdem Michael Lemke (Grüne) seinen Anspruch auf das Bürgermeisteramt offiziell gemacht hatte.

Für die Linke sei es keine strategische Entscheidung, mit eigenem Personal im Herbst 2021 anzutreten, so Koch-Böhnke. Wenn neben Amtsinhaberin Katja Oldenburg-Schmidt und Herausforderer Lemke mindestens ein dritter Bewerber antritt, würde nämlich die Wahrscheinlichkeit für eine Stichwahl steigen. „Für uns gibt es knallharte inhaltliche Gründe für eine eigene Kandidatur“, setzt der Linken-Fraktionschef gegen diese Strategiespiele.

In Sachen Sozialpolitik sieht die Linke sowohl bei der Bürgermeisterin als auch beim Herausforderer Defizite. „Es wird viel über Nachhaltigkeit geredet und das Soziale kommt dabei zu kurz“, kritisiert Benjamin Koch-Böhnke. Er nennt als Beispiel den sozialen Wohnungsbau, der, wie seine Fraktion seit Jahren fordere, von einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft übernommen werden müsse. „Der freie Markt richtet es eben nicht.“ Auch das Ziel des kostenlosen ÖPNV in Buxtehude habe niemand als politisches Ziel auf der Agenda.
Wer als Kandidat oder Kandidatin für die Linke antreten würde, stehe noch nicht fest. Beim bekannten politischen Personal gibt es nur zwei Namen: Neben Benjamin Koch-Böhnke noch Klemens Kowalski. Beide sitzen im Rat der Hansestadt und zusammen auch im Kreistag.

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