Stadt fordert weniger Miete fürs „Deck 1“ Wer Kultur anbietet, wird in Buxtehude gefördert

tk. Buxtehude. Wie geht die Stadt Buxtehude mit Menschen um, die in Zeiten der Pandemie Kultur anbieten wollen? Die Antwort lautet: besser als einige andere Kommunen. Die Buchholzer WOCHENBLATT-Redaktion hatte kürzlich über die Besitzerin eines Tanzstudios berichtet, die in der „Burg Seevetal“ in Hittfeld (Kreis Harburg) eine Veranstaltung organisieren wollte und für die zwei geplanten Tage rund 2.260 Euro Saalmiete hätte zahlen müssen. Das ist dieselbe Summe, die als Miete vor der Pandemie fällig gewesen wäre und die Gemeinde Seevetal will – obwohl Kinder auf der Bühne stehen würden  – keine Ausnahme machen.

Buxtehude geht da im kleineren Rahmen sehr viel freundlicher mit Kulturschaffenden um. Wer das „Deck 1“ in der ehemaligen Malerschule mieten will, die Immobilie gehört der Stadt, zahlt deutlich weniger als vor Beginn der Pandemie. Statt 280 Euro Miete für eine Veranstaltung werden jetzt 150 Euro fällig. Das ist, so Stadtsprecher Thomas Bücher, auch der Tatsache geschuldet, dass zurzeit das „Deck 1“ nur von maximal 45 Kulturfans pro Veranstaltung besucht werden kann. Dort finden sonst deutlich mehr Menschen Platz. Sprich: Fehlende Einnahmen durch weniger zahlende Gäste gleicht die Stadt mit dieser Art der Kulturförderung aus.
Für die Halepaghen-Bühne gibt es eine solche Regelung nicht. Dort ist die Miete an die Einnahmen durch den Ticketverkauf gekoppelt. Wobei die Mindestsumme, die zu bezahlen ist, nur bei 100 Euro liegt. Ansonsten gilt bei kommerziellen Veranstaltungen: Zehn Prozent aus dem Verkauf der Eintrittskarten gehen an die Stadtkasse.
In einem Antrag beschäftigt sich auch die CDU mit dem „Deck 1“. Buxtehuder Vereinen, die den Raum nutzen wollen, soll die städtische Immobilie für 75 Euro zur Verfügung gestellt werden. Zudem, und das geht über die Nutzung städtischer Räume hinaus, soll die Stadtverwaltung prüfen, ob Vereine in der Stadt für ihre Treffen in Gaststätten einen Zuschuss von 50 Prozent der Raummiete, höchstens 100 Euro, erhalten können. Hintergrund des Antrags: Auch die Vereine sind von den Folgen der Corona-Pandemie finanziell massiv betroffen.

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