Zumindest Formales geklärt Mediation: Vereinbarung zwischen Apenser Samtgemeinderat und -Bürgermeisterin unterschrieben

Vielleicht ein entscheidender Schritt für eine in Zukunft bessere Zusammenarbeit zwischen Samtgemeinderat und Samtgemeinde-Bürgermeisterin in Apensen: Im Rahmen eines Mediationsverfahrens unter Moderation des ehemaligen Harsefelder Samtgemeinde-Bürgermeisters Rainer Schlichtmann haben Petra Beckmann-Frelock und der Ratsvorsitzende Christian Wilkens eine Vereinbarung unterschrieben, die zumindest eine Reihe an Formalien regelt. Bei einem Pressetermin in der Oberschule Apensen stellten Mediator, Samtgemeinde-Bürgermeisterin, der Ratsvorsitzende und einige Ratsmitglieder nun das Ergebnis der Vereinbarung vor.
So haben sich die Beteiligten unter anderem über die Einladungsfrist zu Sitzungen, über den Zeitraum zwischen Sitzungen und Niederschriften und darüber, welche Tagesordnungspunkte zukünftig im Rat und welche im Samtgemeindeausschuss thematisiert werden, geeinigt. Außerdem sollen zukünftig Reibereien vermieden werden, indem die Sitzungsvorlagen Aussagen zu finanziellen Auswirkungen des jeweiligen Themas enthalten. Auch soll die Menge der Anfragen der Ratsmitglieder an die Verwaltung reduziert und Fragen schon vor den Sitzungen in Gesprächen zwischen Bürgermeisterin und den Fraktionsvorsitzenden geklärt werden.
„Mehr ist im Moment nicht möglich, die Gräben sind zum Teil tief“, sagt Mediator Rainer Schlichtmann. Doch auch, wenn mit dieser Vereinbarung nicht alle Probleme gelöst seien, können Ratsmitglieder und Bürgermeisterin schauen, ob auf dieser Grundlage eine bessere Zusammenarbeit möglich ist. Sie sei ein Appell an alle Beteiligten.
„Wir müssen das jetzt leben, auch wenn der eine oder andere Zweifel hat, dass die Zusammenarbeit funktioniert“, sagt Christian Wilkens dazu.
Für Petra Beckmann-Frelock ist mit der Vereinbarung die erste Stufe einer Treppe für bessere Zusammenarbeit erklommen. Einer der wichtigsten Punkte sei für sie, dass die Flut an Anfragen gesenkt werde und dass sie vorab die Möglichkeit bekomme, sich auf Fragen vorzubereiten, um diese dann in den Sitzungen beantworten zu können. Sie hofft, dass das zu einer vertrauensvolleren Zusammenarbeit führt.
Nun heißt es, abzuwarten und zu schauen, ob die Vereinbarungen von beiden Seiten eingehalten werden und sie tatsächlich zu weniger Streitereien führen.

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