Ein Gewinn für die Gemeinde Im Dorfzentrum in Sauensiek befinden sich Arztpraxis, Mehrzweckräume und Dorfladen unter einem Dach

wd. Sauensiek. Das Dorfzentrum in Sauensiek an der Hauptstraße 70 ist fertig, die Arztpraxis bereits in Betrieb genommen und ab Dezember sollen die Bürger dort auch im neuen Dorfladen, einem Unverpackt-Laden, einkaufen können.
„Wir sind der Gemeinde extrem dankbar, dass sie uns diese Praxiseröffnung ermöglicht hat“, sagt Marco Robinson von der Praxis am Teich in Apensen, die jetzt mit der „Praxis am Litberg“ in Sauensiek eine Zweitstelle eröffnet hat. Der Facharzt für innere Medizin und ärztliche Leiter der neuen Praxis am Litberg freut sich über die barrierefreien, hellen und freundlichen Behandlungsräume sowie die gute Ausstattung, die von der Gemeinde Sauensiek ermöglicht wurde. Sein erster Patient war am Montagmorgen Bürgermeister Rolf Suhr (CDU), der sich verhoben hatte und sich davon profitierte, gleich vor Ort zum Arzt gehen zu können.
„Es war unser Ziel, mit dem neuen Dorfzentrum die Wohnsituation unserer Bürger zu verbessern“, sagt Rolf Suhr (CDU). „Dazu gehört u.a., dass sich ihr Hausarzt in erreichbarer Nähe befindet und dass sie im Dorfladen einkaufen können.“
Das Gemeinschaftszentrum im Mittelteil des Hauses mit zwei Mehrzweckräumen wird für Beratungszwecke wie Schuldnerberatungen oder Beratungen des DRK zur Verfügung gestellt. Die Nutzung des zweiten Raumes ist noch nicht festgelegt. Eine Idee des Bürgermeisters ist, ihn z.B. für Spieleabende zu nutzen.
Sehr komfortabel ist der große Parkplatz mit 20 Stellflächen direkt vor der Tür. „Selbst wenn der Dorfladen gut frequentiert ist, bleiben immer noch genügend Parkplätze für Patienten“, sagt Rolf Suhr.
Mit der fast 130 Quadratmeter großen Wohnung in der ersten Etage stellt die Gemeinde außerdem noch eine attraktive Mietwohnung zur Verfügung. „Aufgrund der Eingangssituation mit einer Außentreppe ist die Wohnung eher für jüngere und rüstige Mieter geeignet als für Senioren“, erklärt der Bürgermeister.
Auch wenn sich Rolf Suhr heute darüber freut, dass sein Ziel, die Wohnsituation in Sauensiek zu verbessern, mit dem Dorfzentrum erreicht ist, sei in der Bauphase nicht alles glatt gelaufen. „Es gab Corona-bedingte Ausfälle und auch Probleme mit einem Handwerksunternehmen, das seine Zusagen nicht eingehalten hat.“ Doch habe die Architektin Dorothea Hirschfeld-Albers schnell ein anderes kompetentes und zuverlässiges Unternehmen gefunden, das eingesprungen ist, so dass das Dorfzentrum nach Plan fertig gestellt werden
konnte.

Zahlen und Fakten zum Dorfzentrum
(wd). Nachdem Ende November 2019 die Baugenehmigung für das neue Dorfzentrum erteilt wurde, starteten die Bauarbeiten im Februar vergangenen Jahres. Fertiggestellt wurde der Bau im März diesen Jahres.
Die Nutzfläche im Erdgeschoss von insgesamt 480 Quadratmetern wurde in drei Nutzungseinheiten aufgeteilt: 294 Quadratmeter Dorfladen, 57 Quadratmeter Gemeinschaftszentrum und 129 Quadratmeter Arztpraxis.
Der Dorfladen, rechts im Gebäude, verfügt über rund 205 Quadratmeter Ladenfläche, zuzüglich 42 Quadratmeter Lagerfläche und Nebenräumen wie einem Büro, einem WC-Bereich, einer Vorbereitungs- und einer Spülküche.
Zum Gemeinschaftszentrum gehören zwei Mehrzweckräume mit insgesamt ca. 48 Quadratmeter und einem WC-Bereich.
Die Arztpraxis verfügt über einen Windfang, einen zentralen Flur mit Empfangstresen, zwei Wartebereiche, zwei Behandlungszimmer von je 11,5 Quadratmetern, ein 15 Quadratmeter großes Sprechzimmer, ein Labor, ein Behinderten- und ein Personal-WC sowie Nebenräume, wie z.B. Personal- und Putzmittelraum.
Im Dachgeschoss befindet sich eine 127 Quadratmeter große Wohnung mit Wohn- und Essbereich, Schlaf-, Kinder- und Badezimmer, Gäste-WC und Windfang, die über eine Außentreppe erschlossen wird.
Eine Erweiterungsmöglichkeit gibt es im Südwesten des Gebäudes.
Die Beheizung der Arztpraxis, des Mehrzweckbereich und der Wohnung erfolgt mit einer Solewasser-Wärmepumpe mit Erdsondenbohrung. Der Dorfladen wird über eine Wärmepumpe (Hybrid-Technologie) beheizt bzw. gekühlt.
Die Holzfenster sind aus heimischen Hölzern gefertigt und das Dach mit Tondachpfannen gedeckt.

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