Ernährungs- und Rezept-Tipp Geliebtes Küchenkraut: Schnittlauch

(nw/tw). Karin Maring, Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp – Schnittlauch: Sobald das Wetter milder wird und die Sonne die Erde wärmt, zeigen sich die ersten grünen Spitzen im Gemüsebeet oder Balkontopf. Die Schnittlauchpflanze ist ein winterhartes Lauchgewächs und nahezu unverwüstlich. In wenigen Wochen wachsen kräftige Halme, die bereits im Mai wunderschöne, meist lilafarbene Kugelblüten bilden. Die Blüten sind nicht nur dekorativ, sondern auch essbar und eignen sich beispielsweise als Beigabe zu Salaten. Frisch verwendet würzt Schnittlauch mit einem milden Zwiebelaroma. Durch das Garen würde dieser feine Geschmack verloren gehen. Das Kraut wächst bis zum Herbst ständig nach. Um die Röhrenblätter nicht zu zerdrücken, sollte zum Schneiden eine Küchenschere oder ein scharfes Messer benutzt werden.
Schnittlauch wurde bereits im Mittelalter in Klostergärten kultiviert. Allerdings war er derzeit noch kein beliebtes Küchenkraut, sondern wurde als Heilmittel bei Magenproblemen und gegen Melancholie eingesetzt. Damals wie heute eignet sich diese Kulturpflanze als ständiger Gewürzvorrat. Reste lassen sich für den Winter prima geschnitten einfrieren. Wie wichtig diese Selbstverpflegung ist, wussten unsere Großeltern, verdeutlicht aber auch die aktuelle Situation.
Rezept-Tipp – schnelle Eicreme mit Schnittlauch: ein hartgekochtes Ei würfeln, mit je zwei Esslöffeln Schmand, Ziegenfrischkäse oder Quark, geriebenem Käse, fein geschnittenem Schnittlauch sowie etwas Senf, Salz, Pfeffer oder Chilipulver vermengen, abschmecken und mit Schnittlauchröllchen oder -blüte anrichten – dazu eine frische Scheibe Brot. Guten Appetit!

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