Ernährungs- und Rezept-Tipp Gut für Augen und Haut: Möhren

(nw/tw). Karin Maring, Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Rosengarten-Ehestorf, gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp – Möhren: Im Sprachgebrauch werden Mohrrüben je nach Region auch Möhren, Karotten oder Wurzeln – wie im Plattdeutschen – genannt. Dieses bezeichnet die Pfahlwurzel, deren Farbe früher von dunkelrot bis gelb schwankte. Erst im 16. Jahrhundert züchteten Niederländer orangefarbene Rüben. Frühe Sorten, die schon ab Mai geerntet werden, sind zart, saftig und haben frisches Grün. Lagersorten sind ab September reif und von kräftiger Farbe und Struktur.
Im Gemüsefach halten sie sich ohne Kraut etwa zwei Wochen. Eine sandgefüllte Kiste eignet sich zum längeren Aufbewahren größerer Mengen ungewaschener Möhren.
Möhren enthalten wichtige Nähr- und Ballaststoffe, auch wenn sie hauptsächlich aus Wasser bestehen (85 bis 95 Prozent). Die Farbe entsteht durch Beta-Carotin. Bereits kleine Mengen Fett bei der Zubereitung bilden aus dieser Vorstufe das Vitamin A, das für zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt wird. Besonders bekannt ist die positive Wirkung auf Sehkraft und Haut. Die Fettlöslichkeit des Farbstoffs wird beim Reinigen der Küchenutensilien deutlich. Bereits ein Tropfen Öl entfernt die orangefarbenen Rückstände. Mohrrüben schmecken roh und gegart.
Rezept-Tipp – Möhrenpuffer: Zwei Eier verquirlen, mit drei Möhren und einer großen Kartoffel – beides geschält und geraspelt, einer kleinen gewürfelten Zwiebel, zwei Eßlöffeln Vollkornmehl oder Haferflocken, Pfeffer, Salz, einem Eßlöffel gehackter Mandeln oder Walnüsse und etwas Kurkuma mischen, daraus in etwas Öl sechs Puffer braten. Dazu schmeckt saure Sahne mit frischen Kräutern. Guten Appetit!

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