Ernährungs- und Rezept-Tipp Sternanis ist ein schmackhaftes und dekoratives Gewürz

(nw/tw). Karin Maring, Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Rosengarten-Ehestorf, gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp – Sternanis: Der achtzackige Sternanis sieht nicht nur wunderschön und dekorativ aus, sondern hat auch noch ein herrlich süßliches Lakritzaroma. Der Baum wächst in Südostasien. Die getrockneten Früchte samt Samen werden meist vermahlen und Gewürzmischungen wie Fünf-Gewürze-Pulver und indischem Curry beigefügt. In vielen herzhaften asiatischen Gerichten darf Sternanis nicht fehlen. Das Gewürz ist bekannt in Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen oder als Stern mitgekocht im Kompott und Punsch. Das intensive Aroma, die Inhaltsstoffe und die ätherischen Öle gleichen denen der Mittelmeer-Anispflanze, obwohl beide botanisch nicht verwandt sind. Antibakterielle und antivirale Eigenschaften sind wissenschaftlich nachgewiesen. Sternanis lässt sich in geschlossenen Dosen mehrere Jahre aufbewahren. Sollten sich die Öle und damit der Duft verflüchtigt haben, eignen sich silbern oder golden angemalte Sternhüllen hervorragend als Weihnachtsdekoration.
Rezept-Tipp – würziges Clementinengelee mit Sternanis: einen Becher Saft (300 Milliliter) aus fünf bis sechs Clementinen und einer Zitrone mit drei bis fünf Sternanis erwärmen und 30 Minuten ziehen lassen (bei Verwendung von Bio-Früchten auch Schalenstücke dazugeben). Saft mit 300 Gramm Gelierzucker (1:1) erhitzen, vier bis sechs Minuten kochen, Sternanis (und Schalenteile) herausnehmen, Flüssigkeit in Schraubgläser (zwei à 200 Milliliter) füllen und sofort verschließen. Das Gelee schmeckt als Brotaufstrich, zum Käse, lässt sich aber auch prima zum Abschmecken von Salatmarinaden, Wildsaucen oder Rotkohl verwenden. Guten Appetit!

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