Lausbefall: Wie schütze ich mich vor Läusen?

Lausbefall: Wie schütze ich mich vor Läusen?Vor allem Eltern kennen den Zettel: „In unserer Einrichtung ist ein Fall von Läusen aufgetreten …“ Kinder machen es den kleinen Parasiten eben recht leicht. Doch wie können Sie bei sich und Ihrer Familie Läusen vorbeugen?

Wie funktioniert ein Lausbefall?

Es gibt eine ganze Menge
Mythen um Läuse und ihre Verbreitung.

Wer eine effektive Läuse-Prophylaxe betreiben will, sollte allerdings wissen, wie die kleinen Lästlinge wirklich leben und sich vermehren. Nur so lassen sie sich effektiv vermeiden.
Läuse haben speziell strukturierte Beine, mit denen sie sich sehr fest ans Haar klammern können. Daher fallen sie kaum jemals unabsichtlich von den Haaren ihres Wirts herunter. Eher werden sie durch mechanische Einwirkung abgestreift. Dass sie nicht einfach aus dem Haar purzeln, ist für die Parasiten wichtig, denn lange überleben sie nicht ohne Blut und das Mikroklima auf dem Kopf. Nach maximal 55 Stunden sterben sie ab. Bereits eine ganze Weile vorher werden sie noch weniger mobil, als sie es ohnehin schon sind, und trocknen langsam aus.
Läuse haben außerdem keine Sprungbeine oder gar Flügel, die es ihnen erlauben würden, größere Distanzen zu überwinden. Damit sind sie auf einen möglichst engen und langen Kontakt angewiesen, um sich von einem Wirt zum nächsten auszubreiten.
Wer Läusen vorbeugen will, muss sich zudem nur auf die erwachsenen Läuse und deren Larven konzentrieren. Die Eier, die sogenannten Nissen, hängen so fest am Haar, dass sie praktisch nie abgestreift werden. Zudem überleben auch sie nicht lange ohne einen Wirt.

Läusen vorbeugen: Einfache Regeln gegen den Lausbefall

Die Lebensweise von Läusen macht eine Prophylaxe – verglichen mit einigen anderen Parasiten – recht einfach. Schon wenige Regeln für die Hygiene reichen deshalb, um einen Lausbefall zu vermeiden.

Beste Läuse-Prophylaxe: Abstand haltenDa Läuse nicht besonders gut zu Fuß sind, ist Nähe für ihre Verbreitung essenziell. Die Parasiten können nur langsam und auch nicht besonders weit laufen. Am schnellsten breitet sich ein Lausbefall deshalb da aus, wo Menschen die Köpfe im wahrsten Sinne des Wortes zusammenstecken. Daher sind sie vor allem in Kindergärten weit verbreitet. Kleine Kinder spielen eng zusammen und haben oft die Köpfe länger zusammen. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die langsamen Lästlinge umziehen.
Abstand ist deshalb die einfachste und gleichzeitig effektivste Methode, um Läusen vorzubeugen. Schon wer seinem Gegenüber bei einem Gespräch gegenübersteht oder -sitzt, kann sicher sein, dass er sich keine Läuse einfängt. Es genügt, dass die Köpfe – und die Haare – sich nicht berühren. Da Läuse nicht fliegen oder springen können, bleiben sie dann bei ihrem ursprünglichen Wirt.

Wichtig bei Lausbefall: Nicht teilenLäuse verlassen ihren Wirt nicht freiwillig. Selten werden sie aber abgestreift. Durch ihre kaum vorhandene Mobilität verbleiben sie dann an dem Gegenstand. In allem, was dem Kopf über längere Zeit nahekommt, können also vereinzelt Läuse sitzen. Diese geringe Anzahl kann schon zum Weitertragen des Lausbefalls ausreichen. Eine Ansteckung ist aber deutlich unwahrscheinlicher als beim Kontakt von Mensch zu Mensch.
Am ehesten übertragen Sie sich dann über nah am Kopf getragene Kleidung wie Kapuzen oder Mützen. Aber auch Handtücher, die gemeinsam nach dem Haarewaschen benutzt werden, können als Überträger fungieren. Selten verbreitet sich ein Lausbefall außerdem über Kissen, Kopfstützen und ähnliche Gegenstände. Hier kann es schon ausreichen, ein eigenes Handtuch unterzulegen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Ablagern hilftLäuse haben nur eine sehr begrenzte Lebensspanne, wenn sie den Menschen einmal verlassen haben. Wer also keinen Großputz wegen eines Lausbefalls veranstalten will, kann auch einfach warten. Dafür wandern Kissen, Plüschtiere und Ähnliches einfach in den blauen Sack und warten da etwa drei Tage.
Wer befürchtet, die Läuse auf der Couch oder anderen Polstern zu haben, kann ebenfalls eine ganz simple Prophylaxe durchführen – nämlich einfach die betroffenen Möbel mindestens drei Tage meiden. Es ist also auch im eigenen Haushalt recht einfach, der Ansteckung weiterer Familienmitglieder mit Läusen vorzubeugen.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Wie man Kopfläuse bekommt. URL: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/kopflaeuse/uebertragung/ (13.11.2020).

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