Neuerungen für die Krankenversicherung in 2021 – darauf sollten Versicherte jetzt achten!

Bei den Krankenversicherungen gibt es im Jahr 2021 einige Reformen und Neuerungen, die Verbrauchern nicht verborgen bleiben sollten. Dabei stehen vor allem die Beitragserhöhungen im Fokus. So steigt 2021 der Zusatzbeitrag für die gesetzlichen Krankenversicherungen um durchschnittlich 0,2 Prozent. Mehr als 40 Krankenversicherungen haben die Beitragsanpassung schon für das Jahr 2021 durchgeführt. Aber auch die Beiträge für Versicherte in der privaten Krankenversicherung steigen sehr deutlich. Durch die erhöhten Ausgaben im Gesundheitssystem im Jahr 2020 versuchen die gesetzlichen und privaten Krankenversicherung nun das Defizit auszugleichen. Somit wird die Krankenversicherung für viele Menschen in Deutschland deutlich teurer. Doch haben nicht alle Krankenversicherung bei der Beitragserhöhung mitgezogen. So bleibt der Beitrag für die Krankenversicherung bei rund 40 Krankenkassen weiterhin stabil. 
Das Defizit durch die coronabedingten Mehrausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen wird auf mehr als 16 Milliarden Euro geschätzt.

Deshalb erhalten die Krankenkassen zusätzlich zu den erhöhten Beiträgen der Versicherten noch einen Bundeszuschuss von fünf Milliarden Euro.
Durch die erhöhten Beiträge denken viele Versicherte hierzulande über den Wechsel der Krankenversicherung nach. Auch hier gab es einige Neuerungen, die den Krankenkassenwechsel deutlich einfacher gestalten können. Was sich sonst im Jahr 2021 im Bereich der Krankenversicherung ändert, haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst. So erhalten Sie hier einen Überblick von den Änderungen und Reformen im Gesundheitssystem.

Gesundheitssystem in der Schweiz als Vorbild für neue Reformen?

Immer wieder wird das Schweizer Gesundheitssystem zum Thema bei Debatten um Reformveränderungen im deutschen Gesundheitssystem. So wird die
Krankenversicherung Schweiz oftmals als Vorbild im deutschen Parlament herangezogen.

Durch eine Kopfpauschale, die unabhängig vom Grundeinkommen ist, kann jeder Schweizer auf eine Grundkrankenversicherung zugreifen. Ebenso ist der einfache Wechsel der Krankenversicherung Schweiz ein großer Pluspunkt im Nachbarland. Auch hier hat sich das Bundesministerium für Gesundheit positiv von der Schweiz beeinflussen lassen, so dass ab 1. Januar 2021 
das Verfahren zum Wechsel der Krankenversicherung deutlich unkomplizierter und einheitlicher wird.

So sind ab 2021 Krankenversicherte nur noch für zwölf Monate an eine Krankenversicherung gebunden. Auch bei einem Statuswechsel von der gesetzlichen Pflichtversicherung in eine freiwillige Versicherung gelingt nun ohne eine Bindefrist die Versicherung zu wechseln.

Die Höchstbeiträge steigen im Jahr 2021
Ebenso ist der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Pflegeversicherung für Eltern von 142,97 Euro auf nun 147,54 Euro angestiegen. Bei kinderlosen Versicherten ist der Beitrag von 154,69 Euro auf 159,64 Euro gestiegen. Der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung ist um 14,6 Prozentpunkte von 684,38 Euro auf 706,28 Euro gestiegen. Dazu kommt noch der individuelle Zusatzbeitrag der Krankenversicherungen, der die Hälfte des gesamten Beitrags ausmacht. Hier haben viele Krankenkassen ihre Zusatzbeitragpauschale um bis 0,6 Prozentpunkte angehoben. Auch privatversicherte Verbraucher müssen zukünftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Im Durchschnitt wurden die Beiträge für die private Krankenversicherung um mehr als acht Prozentpunkte erhöht.

Mehr Zuschuss für den Zahnersatz
Eine gute Nachricht für alle Verbraucher sind die höheren Zuschüsse
beim Zahnersatz.

Der Festkostenzuschuss der Krankenversicherung wurde um 10 Prozent von 50 auf nun 60 Prozent erhöht. Wer dazu noch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen über einen Zeitraum von fünf Jahren nachgeht, kann sich über einen weiteren Zuschuss von zehn Prozent beim Zahnersatz freuen, so dass insgesamt 70 Prozent der Kosten für den Zahnersatz von der Krankenkasse übernommen werden. Bei ganzen zehn Jahren regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen können sogar 75 Prozent für den Zahnersatz von der Krankenkasse übernommen werden. Somit ist der 
Eigenanteil für Zahnarzt deutlich gesunken und wird durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen belohnt.

 
Elektronische Patientenakte erleichtert Ärzten den Arbeitsalltag
Durch die Coronakrise haben die meisten Ärzte in Deutschland mittlerweile Gebrauch von der 
elektronischen Patientenakte gemacht.

Auch 2021 soll das Verfahren für die elektronische Patientenakte und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung weiter ausgebaut werden, was die Arbeit für viele Arztpraxen deutlich vereinfachen wird.

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