Neues Gebührenmodell und mehr Onlineangebote Die VHS Buxtehude setzt auf Solidarität bei Bildung

tk. Buxtehude. Was die Volkhochschule (VHS) in Buxtehude ausprobiert, ist zumindest in Niedersachsen einmalig: solidarische Beiträge für die Kursusangebote. Das heißt konkret: Neben deutlich ermäßigten Gebühren gibt es die regulären Entgelte, aber auch die Möglichkeit, individuell mehr für die Bildungsangebote zu bezahlen. „Wir alle, von den Dozenten bis zu den Kursusteilnehmern, begreifen Bildung als eine solidarische Aufgabe“, sagt VHS-Direktor Dr. Dirk Pohl. Diese Haltung habe auch mit Corona zu tun: Obwohl Angebote ausgefallen sind, haben viele Teilnehmer ihr Geld nicht zurückverlangt, so Pohl.

Wer auf das neue VHS-Programm schaut, könnte meinen, dass sich durch die Pandemie kaum etwas geändert habe. Die Vielfalt reicht von Schulabschlüssen bis hin zu Kunst, Kultur und Yoga. Dennoch ist vieles anders als vor einem Jahr, sagt Dirk Pohl. So sei das Onlineangebot stark ausgebaut worden. „Toll, was die Dozentinnen und Dozenten schon während des ersten Lockdowns auf die Beine gestellt haben“, so der VHS-Chef: Kunstkurse via WhatsApp, Bauchtanzkurse online.

Und parallel zu den solidarischen Gebühren hat sich in den vergangenen Monaten noch etwas verändert, so Pohl. Die Vernetzung der Volkshochschulen untereinander – besonders auf digitaler Ebene – sei deutschlandweit sehr viel stärker geworden. „Es gibt Onlineveranstaltungen der VHS Buxtehude mit Teilnehmern aus Hamburg und Schleswig-Holstein“, so Pohl. Über Online-Netzwerke, etwa vhs-wissen-live.de, gibt es gestreamte Bildung deutschlandweit. „Bei all diesen Veränderungen war Corona ein Beschleuniger“, so Dirk Pohl.

Die solidarischen Kursusgebühren sind erst einmal für ein Jahr beschlossen worden. Dann wird Bilanz gezogen. „Bei Ermäßigungen werden wir nicht jeden Fall, sondern nur stichprobenartig prüfen“, kündigt der VHS-Direktor an. Er ist überzeugt, dass die Menschen Bildung wirklich als gemeinsame Aufgabe betrachten. Und wer mehr habe, der zahle freiwillig auch einen etwas höheren Obolus. Was die VHS dagegen nicht steuern kann: Wann es wieder richtig losgeht. Das Programm ist im Herbst geplant worden. An einen Semesterbeginn im Februar glaubt Dirk Pohl nicht. Vielleicht könne es im März wieder losgehen. 
• Mehr zu den Angeboten unter www.vhs-buxtehude.de.

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