Reise Geschichten über Räuber auf einer Radtour durch das Erholungsgebiet Dammer Berge

(nw/tw). Warm eingemummelt, mit Handschuhen und Regencape bestückt sind Fahrradtouren auch noch im Herbst und an schneefreien, sonnigen Wintertagen eine Wohltat. Zum Beispiel auf der „RäuberRadRoute“ durch die abwechslungsreiche Landschaft des Erholungsgebiets Dammer Berge im niedersächsischen Oldenburger Münsterland. Hier gilt es, insgesamt 13 Stationen anzufahren, an denen sich der Sage oder Überlieferung nach besondere Vorkommnisse ereignet haben sollen, die zum Teil über Jahrhunderte hinweg von Generation zu Generation erzählt wurden. Der Radtourist wird durch die vier Kommunen geleitet, die das Erholungsgebiet bilden: Die Stadt Damme sowie die Gemeinden Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld. Die Gesamtstrecke ist 91,2 Kilometer lang und in rund sechseinviertel Stunden zu befahren. Aufgrund der hügeligen Landschaft sind streckenweise Steigungen zu absolvieren, so dass sich insgesamt rund 107 Höhenmeter ergeben.
Auf einer Rundfahrt entlang der „RäuberRadRoute“ erschließen sich mehr als ein Dutzend Überlieferungen und lassen während der Tour durch die Natur Kultur und Geschichte lebendig werden. Die Besonderheit: Direkt an den jeweiligen Orten der geschilderten Geschehen wurden eiserne Pulte aufgestellt. Die darauf befestigten Informationstafeln sind so installiert, dass dem Radtouristen eine bequeme Lektüre ermöglicht wird, ohne vom Rad absteigen zu müssen.
Den Anfang zur Rundfahrt durch das Erholungsgebiet Dammer Berge macht der Tafel-Standort der Räuber vom Mordkuhlenberg; hier können aktive Besuchern der Blick vom Aussichtsturm über die weite Landschaft bis zum Dümmer-See schweifen lassen. Wie dieser entstanden sein könnte, beschreibt Station zwei. Von steinreichen Räubern berichtet Sage drei, bevor es zum Erdmännchen von Eekholte geht. Der Frömmigkeit der Bevölkerung widmet sich die Sage vom Teufel „in de deepen Pöele“ ebenso wie die Schilderung vom Einsatz des blinden Schimmels. Tragisch endet die Sage der heimtückischen Pest im Astloch, als segensreich hingegen erweist sich die Nymphe vom Bexaddetal. Beim Stopp an der Dersaburg zeigt sich vielleicht das weiße Fräulein. Nachdenklich stimmt die Überlieferung vom Ursprung des Schwedenkirchhofs von Ihorst. Durch besonders wundersames Wirken soll der Bau der Ondruper Kapelle ermöglicht worden sein. Ganz besonders groß gewachsenen Menschen traute man einst zu, spielerisch mit tonnenschweren Findlingen umgegangen zu sein: So soll der Ort Steinfeld zu seinem Namen gekommen sein. Und von reinem Übermut zeugt der Schabernack der Riesen im Fuhrenkamp.
• Tourist Information Erholungsgebiet Dammer Berge e.V., Mühlenstr. 12, 49401 Damme, Tel. 05491 – 996667, E-Mail: info@dammer-berge.de, www.dammer-berge.de. Link zur Tour: www.oldenburger-muensterland.de/touren/raeuberradroute-hauptstrecke/24227320

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