Trauerfeier am 21. November Gedenktag für Sternenkinder

sla. Buxtehude. In der Auferstehungskapelle auf dem Friedhof an der Ferdinandstraße in Buxtehude wird am Samstag, 21. November, 14 Uhr, der Sternenkinder gedacht. Die Kirchengemeinden St. Petri und Mariä Himmelfahrt sowie die Ev. Klinikseelsorge am Klinikum Buxtehude laden zu dieser Trauerfeier ein. Eltern und Großeltern, Geschwister, Freunde und allen, die um ein zu früh verstorbenes Kind trauern, die mitfühlen und Anteil nehmen, können ihres Sternenkindes gedenken.
Die ursprüngliche Bezeichnung verstorbener Kinder als Sternenkinder findet ihre Wurzeln in den deutschen Personenstandsgesetzen. Denn in diesen hieß es, dass ein Neugeborenes nur dann als Person im Geburtsregister bzw. Sterberegister verzeichnet werden konnte, wenn es die Anforderungen an eine bestimmte Dauer der Schwangerschaft, eine bestimmte Körpergröße und ein Mindestgewicht erfüllte. Verstorbene Babys, die bei ihrer Geburt weniger als 500 Gramm wogen und damit das in den Personenstandsgesetzen geforderte Mindestgewicht nicht erreichten, erhielten somit keinen Eintrag als Person im Geburtsregister bzw. Sterberegister.
Durch eine Totgeburt oder Fehlgeburt verstorbene Kinder, die die gesetzlichen Mindestanforderungen zur Eintragung im Geburts- und/oder Sterberegister als Person nicht erreichten, wurden daher ebenfalls nicht statistisch erfasst. So, als hätte es diese nie gegeben. Die Bezeichnung verstorbener Babys als Totgeburten und Fehlgeburten legt den Fokus auf den Prozess des Todes bzw. des Absterbens. Doch für viele verwaiste Eltern werden diese Begrifflichkeiten für verstorbene Babys dem Kind als menschliches Lebewesen nicht gerecht. Es handelt sich um kleine Lebewesen, um Kinder, zu denen Mütter so wie Väter eine intensive, starke emotionale Bindung haben und von denen sie als Eltern Abschied nehmen wollen. Zudem versetzt der Schmerz über den Verlust eines kleinen Kindes verwaiste Eltern oft in tiefe Trauer. Deswegen ist als Abgrenzung zu den Begriffen „Totgeburt“ und „Fehlgeburt“, die lediglich den Tod als Prozess beschreiben, die Bezeichnung „Sternenkind“ entstanden. Denn das Wort beschreibt weit mehr als lediglich das Absterben. Der Begriff stellt das Kind selbst in den Vordergrund. Grundsätzlich kann in Deutschland jedes Kind beerdigt werden. Hat das Baby nach seiner Geburt noch gelebt oder wurde mit einem Gewicht von über 500 Gramm tot geboren, müssen Eltern es standesamtlich melden und bestatten lassen.

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