Was ist eigentlich Kommunikationsdesign?

Kommunikationsdesign beherrscht die Kultur unseres Alltags auf unzähligen Ebenen. Der Schriftzug auf einem T-Shirt, das Logo von Unternehmen, die Gestaltung einer App für das Smartphone: Design ist überall. Wie sind umgeben von Kommunikationsdesign. Werbeplakate, Zeitschriften und die Verpackung von Produkten gehören da noch zu den klassischen Beispielen. So vielfältig sich die Ergebnisse in unserem Alltag präsentieren, so schwierig ist auch die Definition davon, was Kommunikationsdesign denn überhaupt ist.

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Begreifbar oder dennoch schwer zu begreifen?
Generell geht es im Kommunikationsdesign darum, Inhalte so zu vermitteln, dass sie von der gewünschten Zielgruppe wahrgenommen werden. Dafür stehen heute unzählige Möglichkeiten und Mittel zur Verfügung, aus denen die passenden ausgewählt werden müssen. Beim Erstellen der Inhalte, die z. B. in Form von Bildern, Schriften, Videos und Animationen kommuniziert werden, ist auch die Form der Ansprache entscheidend. Aufgrund der vielfältigen Medienkanäle und deren unterschiedlichen Eigenschaften, spezialisieren sich Kommunikationsdesigner im Laufe ihrer Ausbildung oder im Anschluss daran. Während einige lieber im grafischen Bereich arbeiten, fühlen sich andere im audiovisuellen Bereich zu Hause. In der Arbeitswelt findet man deshalb in der Regel nicht „den“ Kommunikationsdesigner, sondern Spezialisten, die sich in einem bestimmten Fachgebiet auskennen und dabei dennoch den Blick und das Verständnis für das Ganze haben. Branding, Packaging Design, 
Corporate Design, Editorial Design, Identity Design, Type Design, Informationsdesign, UX Design, Motion Design, Interaction Design – nur einige der Schlagwörter, die einen Eindruck davon geben, wie verzweigt die Aufgabengebiete inzwischen sind.

Ist das Kunst?
Für die meisten Studieneinsteiger ist die kreative, gestalterische Facette des Berufs reizvoll und ausschlaggebend. Dennoch verstehen sich die meisten Kommunikationsdesigner nicht als Künstler. Abgesehen davon, dass die Grenzen zwischen Design und Kunst ohnehin fließend sind, liegt das wohl an der Realität des Arbeitsalltags. Eingebettet in eine größere Firmenstruktur, steht meist das Lösen einer Aufgabe im Vordergrund. Zwar lässt der Kommunikationsdesigner seine eigenen Ideen und das subjektive ästhetische Empfinden in seine Arbeit einfließen. Im Vordergrund steht aber der Auftrag des Kunden, den es meist im Team zu erfüllen gilt. Persönliche Vorlieben treten da eher in den Hintergrund.

Eine Ausnahme bilden sogenannte Autorendesigner. Sie verfügen für gewöhnlich über langjährige Erfahrung in ihrem Metier und haben eine einzigartige Handschrift entwickelt, die für sich spricht. Wer damit Erfolg hat, wird genau wegen seines individuellen Stils für Projekte angefragt. Der Wiedererkennungswert ermöglicht es zudem, mit eigenen freien Projekten erfolgreich zu sein. Autorendesigner arbeiten deshalb gerne selbstständig.

Wie wird man Kommunikationsdesigner?
Wer sich für die
Ausbildung zum Kommunikationsdesigner entscheidet, hat viele Möglichkeiten.

In der Regel ist ein Bachelor-Studium zu absolvieren. Das dauert sieben bis acht Semester und wird an vielen Hochschulen und Akademien in Deutschland angeboten. Im Anschluss daran, kann noch ein Master-Studium angehängt werden, welches weitere drei oder vier Semester in Anspruch nimmt. Besonders erfolgversprechend für den Berufseinstieg ist ein
Grafikdesign Studium an einer Akademie.

Hilfreich ist dabei immer ein gut ausgearbeitetes und vor allem aussagekräftiges Portfolio. Damit fällt man bei der Mappensichtung positiv auf. Fehlen wichtige Vorkenntnisse, kann zunächst eine zwei- oder dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter sinnvoll sein. Darin werden die wichtigsten medientechnischen Grundlagen vermittelt. Sie eignet sich deshalb sehr gut als Vorbereitung für das eigentliche Studium.

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