WOCHENBLATT stellt exemplarisch drei Spiele vor Spielebranche: Gewinner in der Pandemie

(os). Es gibt auch Gewinner in der Corona-Pandemie: Die Spielwarenbranche schaut auf eines ihrer erfolgreichsten Geschäftsjahre zurück. Nach einer Prognose des Marktforschungsunternehmens npdgroup/Eurotoys steigerten sich die Umsätze in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten um acht Prozent auf etwa 3,7 Milliarden Euro. Vor allem Brettspiele und Puzzles seien gefragt gewesen. Kein Wunder, mussten doch die Bürger wegen der Corona-Regelungen daheimbleiben.
Bei den Brettspielen waren vor allem Klassiker wie Monopoly oder (Die Siedler von) Catan gefragt. Diese bilden allerdings nur einen kleinen Teil einer sehr großen Spielebranche mit mehreren hundert Neuheiten allein im abgelaufenen Jahr. Damit Sie im Wust der Neuerscheinungen den Überblick behalten, stellt WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Oliver Sander exemplarisch drei selbstgekaufte Spiele vor, die Sie über den Spielehändler Ihres Vertrauens vor Ort beziehen können. Das gilt auch für zehn weitere herausragende Spiele (s. Ende dieses Artikels).
WOLKENBRUCH, Verlag: Dachshund Games, ein bis vier Spieler ab zehn Jahren, ca. 30 bis 45 Minuten, ca. 20 Euro
In diesem kooperativen Kartenspiel versuchen die Akteure, vier Flammen vor dem Erlöschen zu bewahren, indem schützende Regenschirme aufgespannt werden. Dem aktiven Spieler stehen jeweils vier Aktionspunkte zur Verfügung, die er z. B. nutzen kann, um Regentropfen-Karten abschöpfen oder Ereigniskarten auszuspielen. Dabei ist es wichtig, zusammen zu agieren, denn allein wird man das Abenteuer nicht bestehen. Man sollte sich von der niedlichen Grafik nicht täuschen lassen: Die Flammen bei Wolkenbruch zu schützen, ist gar nicht so einfach. Gerade zu Beginn sollte man einige (gemeinsame) Niederlagen einplanen.
TEKHENU, Verlag: Board & Dice / Giant Roc, ein bis vier Spieler ab 14 Jahren, ca. 90 bis 180 Minuten, ca. 55 Euro
Dieses Expertenspiel ist ein echter Strategiehammer, der sich vor allem an Vielspieler richtet. Es wird über einen innovativen Würfelauswahl-Mechanismus gesteuert. Die Würfel verwenden die Akteure entweder, um an Rohstoffe zu kommen, oder für Gottesaktionen, durch die sie u. a. neue Gebäude, Statuen, Säulen oder Aktionskarten erhalten. Zudem muss man die Zufriedenheit der Bevölkerung im Auge behalten. Da man insgesamt nur 16 Aktionen hat, muss man jeden seiner Spielzüge genau planen. Das auch deshalb, weil Würfel je nach ihrer Farbe in bestimmten Spielphasen, die über den zentralen Sonnenobelisken angezeigt werden, nicht genommen werden dürfen. Fehler verzeiht das Spiel nicht.
KING OF 12, Verlag: Corax Games, zwei bis vier Spieler ab zehn Jahren, ca. 15 Minuten, ca. 20 Euro
Bei diesem Kartenspiel ist es wichtig, die Mitspieler richtig einzuschätzen und vorauszusehen, welche Karte sie wohl spielen werden. Jeder Akteur würfelt einen zwölfseitigen Würfel, der in der gesamten Runde zählt. Reihum spielt jeder danach verdeckt eine Karte, die jeweils einen Sondereffekt hat. So verdoppelt z. B. der Alchemist den Würfelwert, der Parasit senkt den Würfelwert um 7, bei der Wandlerin dreht man den Würfel auf die Gegenseite. Das Kernelement von „King of 12“ ist: Wenn mehrere Spieler die gleiche Karte spielen, heben diese sich gegenseitig auf und werden nicht gewertet. Das gilt auch bei gleichen Würfelwerten. Derjenige, der danach den höchsten Würfelwert übrig hat, erhält zwei Siegpunkte, der Zweitplatzierte noch einen Siegpunkt. Die Runde wird so lange gespielt, bis ein Akteur acht Siegpunkte oder jeder nur noch eine Handkarte hat. Derjenige, der dann alleine die meisten Siegpunkte hat, gewinnt die Runde. Wer zwei Runden für sich entschieden hat, gewinnt das gesamte Spiel. „King of 12“ ist ein hervorragendes Kartenspiel, das nur eine Viertelstunde dauert und so einige Revanchen ermöglicht.

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