BSV besiegt Oldenburg mit 25:24 Schlecht gespielt und trotzdem gewonnen

nw/tk. Buxtehude. Die Bundesliga-Handballerinnen vom Buxtehuder SV haben das prestigeträchtige Nordderby gegen den VfL Oldenburg mit 25:24 gewonnen. Den Siegtreffer in der Halle Nord erzielte Annika Lott in der Schlusssekunde. Spielerisch war die Partie der Tabellennachbarn allerdings dürftig. Am Samstag, 16.1., steht für den BSV das nächste Derby an. Um 19 Uhr ist das Team beim Aufsteiger HL Buchholz 08-Rosengarten zu Gast.

Die Oldenburgerinnen erwischten den besseren Start. Während der VfL in der dritten Minute mit 2:0 in Führung ging, dauerte es beim BSV beinahe vier Minuten, ehe Mieke Düvel erstmals traf. Da Buxtehude acht Minuten ohne Gegentreffer blieb, drehte der BSV die Partie auf 4:2.

Anschließend entwickelte sich kein hochklassiges Handballspiel. Beide Mannschaften leisteten sich Fehler im Angriff und machten es den Deckungsreihen und den Torhüterinnen nicht sonderlich schwierig. Bei Buxtehude fehlte besonders die Effektivität aus dem Rückraum. Anfängliche Fehlwürfe sorgten dafür, dass in manchen Situationen das Selbstvertrauen fehlte. Folgerichtig stand es 10:10 zur Pause.

Im zweiten Abschnitt steigerte sich das Niveau. Beide Mannschaften erspielten sich zunehmend mehr Torchancen. Besonders BSV-Kapitänin Lone Fischer und Oldenburgs beste Torschützin Merle Carstensen lieferten sich ein Duell. Fischer erzielte insgesamt zehn Tore, davon vier Siebenmeter, Carstensen war elfmal erfolgreich, davon sechs Siebenmeter. Erfreulich: Jugendspielerin Mailee Winterberg wirkte unbekümmert und hatte mit insgesamt drei Toren großen Anteil daran, dass der BSV 14 Minuten vor dem Ende mit 20:19 in Führung ging.

In der Schlussphase wechselte die Führung hin und her. 20 Sekunden vor Spielschluss hatte der BSV die letzte Chance zum Angriff: Annika Lott übernahm die Verantwortung und warf den Ball auf das Tor. Von Julia Renners Oberschenkel prallte der Ball unmittelbar vor der Schlusssirene ins Netz ab. Das 25:24 war der sechste Sieg im siebten Heimspiel der Saison.

BSV-Trainer Dirk Leun: „Beide Mannschaften haben sich sehr schwer getan, mit hoher Qualität aus dem Rückraum zu werfen. Nach diesen ersten Fehlwürfen haben wir den Mut verloren, haben zu statisch gespielt, haben uns wenig bewegt und hatten wenig Spielfluss. Was das angeht, war es ein schlechtes Spiel von uns. Wir sind froh, dass wir unsere gute Heimbilanz ausbauen konnten.“

Annika Lott, Siegtorschützin: „Es war echt ein schlechtes Spiel. Am Ende war viel Glück mit dabei.“

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