BSV-Spiel fürs Free TV in der Sporthalle Hamburg verboten Hamburg bootet die BSV-Handballerinnen aus

tk. Buxtehude. Hamburg bootet die Bundesliga-Handballerinnen vom Buxtehuder SV aus. Das Heimspiel gegen Dortmund am 19. Februar wird live im Free TV gezeigt und sollte eigentlich in der Sporthalle Hamburg stattfinden. Die Hansestadt Hamburg hat jetzt die Genehmigung verweigert und begründet das mit der Corona-Verordnung. „Das ist die bittere Realität“, sagen die Verantwortlichen vom BSV. Gespielt wird jetzt in der EWE-Arena in Oldenburg.

Was an der Hamburger Entscheidung extrem sonderbar anmutet: ‚In der Sporthalle spielen die Zweitliga-Männer vom HSV Handball regelmäßig –  mit einer Ausnahmegenehmigung auch am 17. und 20. Februar – aber für die Bundesliga-Frauen des Buxtehuder SV bleibt die Halle am 19. Februar versperrt.
Offizielle Hamburgher Lesart: Für das zuständige Landessportamt ist der BSV ein „auswärtiger“ Verein – da spiele es keine Rolle, dass der BSV seit mehr als 60( Jahren Mitglied im Hamburger Handball-Verband und seit Jahrzehnten dessen sportliches Aushängeschild im weiblichen Bereich ist. Ebenso wenig zählt, dass der BSV Ausbildungsverein und Leistungszentrum für den Hamburger Handball-Verband ist und zwei Tage die Woche eine Trainerin fürs Leistungszentrum des Verbandes in Hamburg finanziert.

Selbst ein zweiseitiger Brief an den verantwortlichen Staatsrat Christoph Holstein mit allen Fakten hat an der Hamburger Haltung nichts geändert, die finale Absage kam am Dienstag per Mail vom Landessportamt – ohne einen namentlichen Absender. BSV-Manager Peter Prior ist – bei allem Verständnis für erforderliche Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie – extrem verärgert über die Absage.

Er hat allerdings intern sofort die Maxime ausgegeben: Das geplante Spiel auf Eurosport muss trotzdem stattfinden! Schließlich kämpft die Handball Bundesliga Frauen seit Jahren um TV-Präsenz und freut sich über die angelaufene Kooperation mit Eurosport. Und der BSV darf – wie andere Profi-Clubs halt auch – und strengen Auflagen trainieren und spielen. So wird das Bundesliga-Spiel gegen Dortmund nun am 19. Februar 145 Kilometer entfernt in der EWE-Arena in Oldenburg stattfinden. Für die Mannschaft gefühlt leider ein Auswärtsspiel.

Peter Prior: „Wir haben in Buxtehude noch keine geeignete Halle und in Nord-Niedersachsen gibt
es weit und breit keine für eine TV-Übertragung geeignete Spielstätte. Wir sind froh und dankbar, dass der VfL Oldenburg und die dortige EWE-Arena sofort ihre Unterstützung zugesagt haben.“
Den Fans kann es in diesem Fall egal sein, Zuschauer sind aktuell bei Sportveranstaltungen ohnehin nicht zugelassen. Und wo die Kameras von Eurosport am Ende stehen, spielt für die TV-Zuschauer keine Rolle.

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