Buxtehuder CDU fordert Änderung der Sportfördersatzung eSports soll künftig besser gefördert werden

Die Sportwelt hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Neben den klassischen Sportarten haben sich sogenannte eSports, digitale Sportarten im Internet, etabliert. Diese werden in der aktuell geltenden Buxtehuder Sportfördersatzung bislang nicht berücksichtigt. Aus diesem Grund stellte CDU-Ratsfrau und Hedendorfs Ortsbürgermeisterin Birgit Butter jetzt einen Antrag mit zwei Forderungen: Die Hansestadt Buxtehude erkennt eSports-Angebote als zusätzliches Sportangebot in der Stadt an und unterstützt die Vereine. Die Sportfördersatzung wird dahingehend geändert, dass eSports mit klassischen Sportangeboten gleichwertig gefördert werden könne. In der Schul- und Sportausschuss-Sitzung am vergangenen Mittwoch wurde darüber noch nicht abgestimmt. „Der Antrag sollte lediglich erst einmal in die Beratung und die Diskussion zur Neufassung der Sportförderungsgrundsätze einfließen und das Thema eSports der Verwaltung bei der Neufassung mit auf den Weg gegeben werden“, sagt Butter auf WOCHENBLATT-Nachfrage.
Die Verwaltung hat sich daraufhin mit dem Thema eSports beschäftigt und wandte in der Sitzung ein, dass diese Sportart nicht vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannt sei. „Dennoch finde ich, dass der eSport-Bereich immer mehr zum Breitensport wird. Die Zahlenangaben der Aktiven schwankt zwischen drei und 4,5 Millionen in Deutschland und es ist ein zusehends wachsender Sport“, so die CDU-Ratsfrau.
Weiteres Gegenargument der Stadt: den eSports-Vereinen fehle die Gemeinnützigkeit. „Das stimmt meines Wissens grundsätzlich aber nicht ganz – es gibt bereits Vereine, die als gemeinnützig anerkannt sind“, so Butter. Ihr sei es wichtig zu betonen, dass hier keine Ego-Shooter-Gamer auf der heimischen Couch gemeint sind, die gefördert werden sollen, sondern Vereine: Buxtehuder Sportvereine, die eSports, als Einzel- oder als Mannschaftssport anbieten wie etwa der TSV Immenbeck. Letztlich müsse man sich sicher über die Definition von eSports Gedanken machen und in welchem Rahmen hier eine Förderung für Buxtehuder Vereine, die eSports betreiben, möglich sei.
„Ich finde, dass es der „Sportstadt Buxtehude“ gut zu Gesicht steht, wenn wir im Rahmen der Neufassung der Sportfördergrundsätze auch weitsichtig und zukunftsorientiert denken und moderne Sportarten, die Buxtehuder Vereine betreiben, berücksichtigen“, so Butter.
Der TSV Immenbeck wollte sich sich aktuell dazu noch nicht äußern. Gespräche würden noch laufen. In den kommenden Wochen werde es eine Reihe neuer Informationen geben, was eSports und den Verein angeht, teilt eSport-Pressewart Stephan Wartewig gegenüber dem WOCHENBLATT mit.

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