Der BSV Bundesliga-Coach bereitet die nächste Handball-Saison vor Wie arbeitet BSV-Trainer Dirk Leun in Corona-Zeiten?

tk. Buxtehude. „Grundsätzlich entspannt“, sagt Dirk Leun, sei die Stimmung bei ihm. Der Trainer der Bundesliga-Handballerinnen vom BSV steht zwar nicht mit dem Team in der Halle und bereitet sich auf den Endspurt für die Saison vor, ist gedanklich aber ganz bei dem, was seinen Job ausmacht: Wie kann der BSV noch besser werden? Videoanalysen gehören auch sonst zu seinen Aufgaben. Zurzeit verwendet er aber etwas mehr Zeit darauf. „Wo stehen wir und wie können wir noch besser werden?“, sagt Dirk Leun, sei eine der Kernfragen, mit denen er sich zurzeit beschäftige. Noch stehe zwar nicht fest, wann die Bundesliga wieder starte, doch gedanklich ist der Coach dabei, das Team für die Saison 2020/2021 zu formen. „Wir haben erneut eine Zeit des Umbruchs“, so Leun. Fünf Spielerinnen sind gegangen, fünf dazugekommen. „Welche Stärken haben die Neuen und wie kann das noch ausgebaut werden?“, sei eine der Fragen, mit denen er sich gegenwärtig intensiv beschäftige.

Dass sein Team in der trainings- und spielfreien Zeit abbaut, befürchtet Dirk Leun nicht. Jede Spielerin halte sich individuell fit. Theoretisch könnte der Coach sogar bestimmte Laufeinheiten und Phasen der Regeneration überwachen. Er sei aber eher „der Typ, der auf Vertrauen setzt“, sagt Leun und fügt hinzu: „Mein Team besteht aus engagierten Profisportlerinnen.“ Und die würden sehr genau wissen, dass ihr Körper ihr Kapital sei. In der erzwungenen Pause sieht er sogar einen ganz kleinen Vorteil: Jede Spielerin wisse, wo ihre eigenen körperlichen Schwachpunkte sind. „Das ist eine Supergelegenheit, an diesen wunden Punkten individuell zu arbeiten.“ Dadurch könne der BSV ein kleines Stückchen besser vorbereitet in die kommende Saison starten. Wobei das natürlich jeder Verein praktiziere.

Zudem beschäftigen Dirk Leun auch ganz praktische Fragen der Saisonvorbereitung: Trainingslager in Dänemark ja oder nein? Kann sich der BSV das leisten oder ist das zu teuer? „Auch das sind Gedanken, die wir uns zurzeit machen müssen.“ Das den Bundesliga-Handballerinnen zur Verfügung stehende Budget sei schließlich nicht unbegrenzt.

„Der Mensch ist nicht für die soziale Isolation geschaffen“, sagt Dirk Leun. Genauso wie er freuen sich alle BSV-Spielerinnen auf die sportliche Normalität – wann auch immer das sein wird. „Handball als Mannschaftssport kann schließlich nur gemeinsam gespielt werden“, so der Coach. Das Gemeinsame sei das, was allen am Handball am besten gefalle.

Dem durch Corona erzungenen Stillstand kann der BSV-Trainer auch etwas Positives abgewinnen: „Das soll nicht abgedroschen klingen, aber manchmal tut Entschleunigung auch gut“, sagt er. Die Ansage „mach mal langsamer“ wird aber garantiert nicht zu hören sein, wenn das Team in der Halle Nord zum ersten Training wieder zusammenkommt.

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